Ärzte Zeitung online, 08.02.2009

Marburger Bund verteidigt Tarifforderungen der Ärzte

BERLIN (dpa). Der Vorsitzende der Ärztegewerkschaft Marburger Bund, Rudolf Henke (CDU), hat die Tarifforderungen der Ärzte in den Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst der Länder verteidigt. Henke verwies am Samstag im Deutschlandradio Kultur auf den Tarifabschluss der bei den Kommunen angestellten Ärzte.

Ein Arzt in einer kommunalen Klinik erhalte im Januar 2009 im Vergleich zum Januar 2008 acht Prozent mehr Gehalt. Der Vergleich zeige, dass die Krankenhäuser schon versuchten, um gut qualifizierte Ärzte zu konkurrieren: "Wir müssen dafür sorgen, dass die Universitätskliniken mit anderen Klinikgruppen mithalten können."

Mit einem Ärztestreik rechnet der Verbandsvorsitzende derzeit allerdings nicht: "Wir glauben, man kann sich am Verhandlungstisch einigen, und das ist auch die vernünftigste Form, Tarifverhandlungen zu Ende zu bringen."

Arbeitgeber und Gewerkschaft hatten am 29. Januar die Tarifverhandlungen für die rund 22 000 Uniklinik-Ärzte ohne Annäherung vertagt (wie berichtet). Die Forderung des Marburger Bundes nach im Schnitt neun Prozent mehr Einkommen wies die Tarifgemeinschaft deutscher Länder als inakzeptabel zurück. Die Länder legten bislang kein Angebot vor. Die Verhandlungen sollen am 18. Februar fortgesetzt werden.

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