Ärzte Zeitung, 19.02.2009

Berufsverbände fordern Rücktritt von Schmidt und Pfeiffer

BAD SEGEBERG (di). Die Ärztegenossenschaft und die Gemeinschaft Fachärztlicher Berufsverbände (GFG) Schleswig-Holstein fordern den Rücktritt von Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt und Dr. Doris Pfeiffer vom Spitzenverband Krankenkassen. Grund sind deren umstrittenen Äußerungen zu den Praxisschließungen.

Schmidt und Pfeiffer hatten die Protestaktionen der Ärzte zur Honorarreform als "untragbar" bezeichnet. Pfeiffer hatte in diesem Zusammenhang davor gewarnt, Patienten für ärztliche Forderungen "in Geiselhaft zu nehmen".

"Derartige unbedachte Äußerungen gegen Ärzte sind ehrenrührig", stellen die beiden Organisationen fest. Nach Beobachtung von GFB und Genossenschaft war die Aktion "fachärztliche Versorgung im Jahr 2013", in deren Rahmen die orthopädischen Praxen geschlossen blieben und die die umstrittenen Äußerungen ausgelöst hatte, "besonnen organisiert". "Die Versorgung war zu jedem Zeitpunkt gesichert", versichern die Organisationen.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Bundestag macht den Weg frei für Cannabis auf Rezept

13:12Ärzte können Hanf als verschreibungspflichtiges Medikament verordnen. Nach jahrelanger Debatte hat das Parlament heute den Umgang mit Cannabis als Medizin völlig neu geregelt. Krankenkassen müssen die Kosten im Regelfall erstatten. mehr »

Kein Schmerzensgeld für die künstliche Ernährung des Vaters

Das Münchener Landgericht hat die Klage gegen einen Hausarzt, der einen Patienten vermeintlich unnötig lange künstlich ernähren ließ, abgewiesen. Gleichwohl attestierte es einen Behandlungsfehler. mehr »

Droht Briten eine zweite Creutzfeldt-Jakob-Welle?

In Großbritannien ist ein Mann an einer ungewöhnlichen Creutzfeldt-Jakob-Erkrankung gestorben. Dies nährt Befürchtungen, wonach mehr als 20 Jahre nach der BSE-Krise eine zweite Erkrankungswelle ansteht. mehr »