Ärzte Zeitung online, 26.02.2009

Ärzte bestreiken Reha-Kliniken

BERLIN (dpa). Wegen eines Ärztestreiks gibt es bundesweit Einschnitte für kranke Arbeitnehmer bei Reha-Leistungen. Mehr als 1000 der insgesamt rund 2000 Ärzte der Deutschen Rentenversicherung folgten am Donnerstag dem Streikaufruf des Marburger Bundes (wie vorab berichtet).

Wie die Ärztegewerkschaft in Berlin mitteilte, wurden mehr als 60 der bundesweit rund 100 Reha-Kliniken und viele Verwaltungsstellen der Rentenversicherer bestreikt. In Berlin demonstrierten rund 300 Ärzte.

Bei der Bewilligung oder dem Antritt einer Reha-Maßnahme kann es dadurch Verzögerungen geben. Zuletzt bewilligte die Rentenversicherung jährlich stationäre Reha-Leistungen für rund 700 000 Menschen. Kranke und Behinderte sollen nach der Reha wieder ihrem Beruf nachgehen können.

Ziel des MB ist es, nach Ländern, Kommunen und privaten Klinikbetreibern auch die Rentenversicherung zu einem eigenen Ärzte-Tarif zu drängen. Die Gewerkschafter klagen über Unterbezahlung, Tarifwirrwarr und Ärztemangel bei den Reha-Medizinern. Die Bedingungen für die Ärzte hätten sich in den vergangenen Jahren "dramatisch verschlechtert".

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