Ärzte Zeitung online, 04.03.2009

Tarifverhandlungen für Uniärzte gehen in die dritte Runde

DÜSSELDORF/BERLIN (dpa). Die Tarifverhandlungen für die 22 000 Ärzte an Universitätskliniken gehen an diesem Donnerstag in Düsseldorf in die dritte Runde. Der Vorsitzende der Ärztegewerkschaft Marburger Bund, Rudolf Henke, forderte die Arbeitgeber auf, ein konstruktives Angebot vorzulegen.

"Ein ordentliches Tarifergebnis muss auch ohne endlose Debatten und ohne neue Ärztestreiks möglich sein", sagte er am Mittwoch in Berlin. Ohne ein verhandlungsfähiges Angebot gehe die Geduld der Ärzte zur Neige.

Der Marburger Bund fordert neun Prozent mehr Einkommen, eine deutliche Steigerung der Zuschläge für Überstunden, Samstags- und Nachtarbeit sowie eine Angleichung der Ost-Gehälter an das Westniveau. Die Arbeitgeber haben bislang kein Angebot vorgelegt. Die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) hatte die Forderung aber als inakzeptabel zurückgewiesen. Nach ihren Berechnungen summieren sich die Forderungen des Marburger Bunds für viele Ärzte auf 13 Prozent und in den neuen Ländern sogar auf bis zu 30 Prozent. Mit monatelangen Streiks hatten die Ärzte 2006 den Weg zum ersten eigenen Tarifvertrag geebnet.

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