Ärzte Zeitung online, 05.03.2009

Tarifverhandlungen für Uniklinik-Ärzte fortgesetzt

DÜSSELDORF (dpa). Die Tarifverhandlungen für die rund 22 000 Ärzte an Universitätskliniken sind am Donnerstag in Düsseldorf fortgesetzt worden. Die Arbeitgeber ließen vor Beginn der dritten Runde offen, ob sie ein erstes Angebot vorlegen werden.

Die Ärztegewerkschaft Marburger Bund fordert neun Prozent mehr Geld, eine deutliche Steigerung der Zuschläge für Überstunden und Nachtarbeit sowie eine Angleichung der Ost-Gehälter an das West-Niveau. Die Arbeitgeber hatten diese Forderungen als "völlig unvertretbar" zurückgewiesen.

Der Verhandlungsführer der Gewerkschaft, Lutz Hammerschlag, sagte, in der dritten Verhandlungsrunde müsse sich endlich etwas bewegen. Die Ärzte an Uni-Klinken seien bei der Bezahlung deutlich hinter ihre Kollegen an kommunalen und privaten Krankenhäusern zurückgefallen.

Der Geschäftsführer der Tarifgemeinschaft der Länder, Knut Bredendiek, sagte, zunächst müsse gemeinsam geprüft werden, ob der Tarifabschluss für die Angestellten der Länder "eine Orientierungsgröße" sein könne. Für sie war nach Angaben von ver.di eine Tariferhöhung von 5,8 Prozent für zwei Jahre vereinbart worden.

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