Ärzte Zeitung online, 11.03.2009

Schmidt: Ärzte müssen Konflikt um Honorarreform selbst lösen

BERLIN (dpa). Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) hat die Ärzte erneut davor gewarnt, ihre Proteste gegen die Honorarreform "auf dem Rücken der Patienten" auszutragen. Es handele sich bei dem Konflikt um ein "innerärztliches Verteilungsproblem", sagte Schmidt am Mittwoch im ZDF-"Morgenmagazin".

Es sei Aufgabe der Mediziner, sicherzustellen, dass es nicht zu einer Benachteiligung einzelner Arztgruppen kommt. Die Reform sei von den Ärzten selbst entwickelt worden und habe erstmals Transparenz geschaffen. Die Politik habe lediglich für die Regeln gesorgt.

Schmidt sprach sich gegen Forderungen aus, die Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) abzuschaffen. Sie hätten neben der Verteilung der Honorare auch noch andere wichtige Aufgaben wie die Organisation von Notdiensten und der medizinischen Versorgung insgesamt, betonte die Ministerin.

In mehreren Bundesländern wollen niedergelassene Ärzte am heutigen Mittwoch im Rahmen eines Protesttags gegen die zum 1. Januar eingeführte Honorarreform ihre Praxen schließen. Sie klagen über Einbußen bei der Vergütung, die je nach Facharztgruppe unterschiedlich hoch ausfallen. Für besonders benachteiligt halten sich Orthopäden und Unfallchirurgen.

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Heute Protesttag der Orthopäden und Unfallchirurgen

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