Ärzte Zeitung online, 12.03.2009

Marburger Bund kündigt schärfere Gangart im Reha-Tarifkonflikt an

BERLIN (dpa). Im Tarifkonflikt um eine bessere Bezahlung für die rund 2000 Reha-Ärzte bei der Deutschen Rentenversicherung hat die Ärztegewerkschaft Marburger Bund (MB) eine härtere Gangart angekündigt.

"Von der bisherigen Taktik der ersten Nadelstiche wird jetzt auf einen Vollstreik ohne Ausnahmen umgestellt. Die erschreckende Hartleibigkeit der Arbeitgeber muss mit bedingungslosen Ärztestreiks bekämpft werden", sagte der MB-Vizevorsitzende Andreas Botzlar am Donnerstag in Berlin.

Alle Ärzte in den Verwaltungen und den rund 100 Reha-Kliniken sollen danach in der kommenden Woche ihre Arbeit niederlegen. Für den 19. März rief der Marburger Bund zu einer zentralen Demonstration in Bochum auf, dem Sitz der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See. Mit den am 26. Februar begonnenen Ärztestreiks versucht der MB, die Rentenversicherung zur Aufnahme von Tarifverhandlungen zu zwingen. Die Organisation beklagt "ärztefeindliche Arbeitsbedingungen, veraltete Tarifverträge und miserable Einkommensmöglichkeiten".

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