Ärzte Zeitung online, 18.03.2009

Schmidt hält Honorar-Kritik für verfrüht

BERLIN (dpa). Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) hält die Beschwerden der Ärzte über Honorareinbußen durch die Vergütungsreform für verfrüht.

"Kein Arzt weiß, was das erste Quartal tatsächlich an neuem Honorar bringt", kritisierte Schmidt am Mittwoch im ARD-Morgenmagazin. Das könne man erst im Mai feststellen. Die Ungerechtigkeiten, die jetzt beklagt würden, seien Verteilungsprobleme zwischen den Arztgruppen. "Das Geld ist da", betonte die Ministerin.

Nach neuen Hochrechnungen verdienen die rund 140 000 niedergelassenen Mediziner in diesem Jahr im Vergleich zu 2007 rund 3,5 Milliarden Euro mehr. Das berichtete der Spitzenverband der Krankenkassen nach einer Sitzung von Ärzte- und Kassen-Vertretern am Dienstag in Berlin (wir berichteten). Seit Wochen protestieren Fachärzte in Baden-Württemberg, Bayern, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein mit Praxisschließungen. Sie wenden sich gegen Einschnitte im zweistelligen Prozentbereich.

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