Ärzte Zeitung online, 19.03.2009

Reha-Ärzte demonstrieren erneut für mehr Geld

BOCHUM (dpa). Reha-Ärzte aus ganz Deutschland haben am Donnerstag in Bochum erneut für mehr Geld und bessere Arbeitsbedingungen demonstriert. Nach Angaben der Ärztegewerkschaft Marburger Bund nahmen 300 angestellte Ärzte an der zentralen Kundgebung vor dem Hauptsitz der Deutschen Rentenversicherung (DRV) Knappschaft Bahn See teil.

Die Polizei sprach von 100 Teilnehmern. Ziel der Ärzte ist die Einführung eines Tarifvertrages. Bundesweit hätten mehr als 1100 Reha-Ärzte die Arbeit niedergelegt, erklärte der Marburger Bund. Die Arbeitgeberseite lehne bislang Tarifverhandlungen ab.

Mit Plakaten wie "DRV zurück an den Verhandlungstisch" und "Ärzte billig zu verkaufen" machten die Mediziner ihrem Unmut Luft. Bei den Aktionen gehe es nicht um konkrete Zahlen, sondern darum, überhaupt einen Tarifvertrag für DRV-Beschäftigte einzuführen, sagte ein Sprecher des Marburger Bundes. Derzeit verdienten Beschäftigte der Deutschen Rentenversicherung bis zu 27 Prozent weniger als ihre Kollegen an Krankenhäusern mit Tarifverträgen des Marburger Bundes.

Die Reha-Mediziner der Rentenversicherung befinden sich seit dem 26. Februar im Streik. In Berlin und Münster hatte es in den vergangenen Wochen Demonstrationen ähnlicher Art gegeben.

www.marburger-bund.de
www.deutsche-rentenversicherung.de

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Amazonas-Volk hat die gesündesten Gefäße weltweit

In einer geradezu heroischen Studie haben US-Forscher Eingeborene der Amazonas-Region zur Calcium-Score-Messung in einen CT-Scanner geschoben. Noch nie wurde ein Volk mit so gesunden Arterien beschrieben. mehr »

Dann ist ein Hausbesuch abrechenbar

Die vollständige und vor allem korrekte Abrechnung der so genannten Leichenschau stellt Ärzte immer wieder vor Probleme. Beispielsweise stellt sich die Frage nach der eigenständigen Berechnung des Hausbesuchs. mehr »

Kiffen schädigt wohl doch Herz und Hirn

Cannabis-Konsum erhöht offenbar doch das Risiko für Schlaganfall und Herzschwäche. Zumindest hat sich ein entsprechender Zusammenhang in einer umfassenden US-amerikanischen Analyse gezeigt. mehr »