Ärzte Zeitung online, 27.03.2009

Tarifverhandlungen für Uniklinik-Ärzte in Leipzig unterbrochen

LEIPZIG (dpa). Die Verhandlungen um die Bezahlung der Ärzte an Universitätsklinken sind am Freitagmorgen in Leipzig unterbrochen worden. Sie sollen am Vormittag wieder aufgenommen werden. "Die Gespräche sind an einem entscheidenden Punkt", sagte der Sprecher des Marburger Bundes, Athanasios Drougias.

Die Ärztevertretung sei zuversichtlich und hoffe auf eine Einigung. Die Tarifpartner waren am Donnerstag zu ihrer vierten Verhandlungsrunde zusammengekommen. Der Marburger Bund fordert für die 22 000 Uniklinik-Ärzte unter anderem neun Prozent mehr Geld, höhere Zuschläge für Überstunden und Nachtarbeit sowie Angleichung der Ost-Gehälter an das West-Niveau. Die Tarifgemeinschaft deutscher Länder hatte das zurückgewiesen.

Zudem will der Marburger Bund, dass weitere Ärzte im Landesdienst wie Rechtsmediziner, Betriebsärzte und die Ärzte in Wissenschaft und Forschung in den Tarifvertrag einbezogen werden. Der Verhandlungsführer des Marburger Bundes, Lutz Hammerschlag, hatte vor einem Scheitern der Gespräche gewarnt. "Sonst werden wir bald wieder streikende Ärzte auf der Straße haben". Der Geschäftsführer der Tarifgemeinschaft deutscher Länder, Knut Bredendiek, sagte, in den vorangegangenen drei Runden seien Positionen ausgetauscht worden. Man müsse nun sehen, ob die Gremien bereit seien, eine gemeinsame Lösung zu finden.

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