Ärzte Zeitung, 30.04.2009

HNO-Ärzte machen zum Ärztetag ihre Praxen dicht

HAMBURG (di). HNO-Praxen machen vom 18. bis 22. Mai mit Praxisschließungen auf die wirtschaftliche Lage der Fachgruppe aufmerksam. Zugleich kündigte der Berufsverband an, die Patienten über eine aus seiner Sicht "verfehlte Gesundheitspolitik" aufzuklären.

"Die Ärzte werden massiven Einfluss auf den Wahlkampf 2009 der Parteien nehmen", kündigte der Berufsverbandsvorsitzende Dr. Dirk Heinrich aus Hamburg an. Dabei, so Heinrich, werden seine Berufskollegen "alle Möglichkeiten des Wartezimmers und des Sprechzimmers nutzen, um die Patienten auf die bedrohliche Lage ihrer gesundheitlichen Versorgung aufmerksam zu machen".

Der Bundesregierung warf der HNO-Arzt vor, unabhängige durch angestellte Ärzte ersetzen zu wollen. Er sprach von einem "Ausverkauf der fachärztlichen ambulanten Versorgung in Deutschland" und von "Gesundheitsheuschrecken", die in Form von Klinik- und Krankenkassen-MVZ in die ambulante Versorgung "einbrechen". Die HNO-Ärzte wollen sich dagegen mit bundesweiten Praxisschließungen vom 18. bis 22. Mai wehren.

Topics
Schlagworte
Berufspolitik (16844)
Personen
Dirk Heinrich (166)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

So schädlich fürs Herz wie Cholesterin

Depressionen steigern bei Männern das Risiko fürs Herz ähnlich stark wie hohe Cholesterinwerte oder Fettleibigkeit. Das ergab eine aktuelle Analyse der KORA-Studie. mehr »

Den Berg im eigenen Tempo erklimmen

Medizinstudentin Solveig Mosthaf fühlt sich im Studium manchmal, als würde sie einen steilen Berg hinauf kraxeln. Sie wünscht sich mehr Planungsfreiheit – und die Möglichkeit, eigene Wege zu gehen. mehr »

Positive HPV-Serologie bringt bessere Prognose

Bei Patienten mit Kopf-Hals-Tumor ist eine positive HPV-16-Serologie mit einem verbesserten Überleben assoziiert. Das bestätigt jetzt eine US-Studie. Demnach liegt die Wahrscheinlichkeit für ein Fünf-Jahres-Überleben sogar 67 Prozent höher. mehr »