Ärzte Zeitung online, 20.05.2009

Montgomery gibt Ulla Schmidt contra

MAINZ (fuh). Der Vizepräsident der Bundesärztekammer Frank Ulrich Montgomery, hat in scharfer Form Vorwürfe von Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt zurückgewiesen, die von Vertretern der Ärzteschaft erhobene Forderung nach einer Priorisierung medizinischer Leistungen sei "menschenverachtend".

"Menschenverachtend ist es, Probleme, die mit einer schleichenden Rationierung und einem Entzug von Mitteln entstehen, im Vorzimmer der Ärzte abzulegen", sagte Montgomery heute vor den Delegierten des deutschen Ärztetages und erhielt dafür donnernden Applaus.

"Warum sagt Frau Schmidt nicht, dass Gesundheitssysteme wie in Skandinavien, die sie oft als Vorbild nennt, Priorisierung bereits aktiv und erfolgreich betreiben", fragte der Präsident der Landesärztekammer Berlin, Dr. Günther Jonitz. Die Delegierten verabschiedeten einen Entschließungsantrag über "Patientenrechte in Zeiten der Rationierung".

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