Ärzte Zeitung, 31.07.2009

Facharzt-Proteste in Regensburg und Kulmbach

MÜNCHEN(sto). Mehrere Hundert Fachärzte und Praxismitarbeiterinnen haben in Regensburg und Kulmbach für den Erhalt des freien Arztberufes demonstriert.

Allein in Regensburg zogen nach Angaben des Bayerischen Fachärzteverbandes rund 500 Demonstranten durch die Innenstadt, um vor Kapitalgesellschaften und Großkonzernen im Gesundheitswesen zu warnen. "Das sind alles gestandene Fachärzte, die zwischen zehn und 30 Jahren in der Medizin tätig sind und seitdem zuschauen müssen, wie ihre Arbeit immer weniger wert ist und von Politik und Kassen immer weniger gewürdigt wird", sagte die Vorsitzende des Bayerischen Fachärzteverbandes, Dr. Ilk Enger.

Auch in Kulmbach richtete sich der Protest gegen die Gesundheitspolitik. Dabei gehe es nicht um Honorare, betonte Dr. Gernot Petzold, Sprecher der Arbeitsgemeinschaft oberfränkischer Fachärzte und Vorsitzender des Kulmbacher Facharztvereins. Man wolle auf die Zerstörung "eines der besten und leistungsfähigsten Gesundheitssysteme Europas" aufmerksam machen.

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