Ärzte Zeitung online, 02.10.2009

Jörg Hacker wird Präsident der Nationalakademie

HALLE (dpa). Der Mikrobiologe Professor Jörg Hacker wird neuer Präsident der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina in Halle. Er wurde vom Senat in geheimer und schriftlicher Abstimmung gewählt und tritt sein Amt am 1. März 2010 an, teilte die Akademie am Freitag in Halle zu ihrer Jahresversammlung mit. Hacker ist derzeit Präsident des Robert Koch-Instituts in Berlin.

Er tritt als hauptamtlicher Präsident die Nachfolge des Würzburger Virologen Volker ter Meulen an, der die Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina seit 2003 leitet. Hacker ist seit 1998 deren gewähltes Mitglied. Die Leopoldina in Halle ist seit Sommer 2008 Nationalakademie.

Professor Jörg Hacker ist Präsident des Robert Koch Instituts (RKI), der zentralen Einrichtung Deutschlands zur Krankheitsbekämpfung. Zuletzt hatte der 57-Jährige dort vor allem mit der Schweinegrippe zu tun. Als Präsident von Deutschlands Nationaler Akademie der Wissenschaften in Halle wird er vom 1. März 2010 an für ein breiteres Feld der Wissenschaften sprechen.

Der Forscher wurde am 13. Februar 1952 in Grevesmühlen (Mecklenburg-Vorpommern) geboren. Die rund 230 000 Einwohner zählende Stadt Halle ist für ihn kein unbekanntes Terrain. An der dortigen Martin-Luther-Universität studierte er von 1970 bis 1974 Biologie mit Schwerpunkt Genetik und Mikrobiologie und promovierte 1979.

Danach setzte er seine berufliche Karriere an der Universität in Würzburg fort. Als Professor leitete er das Würzburger Institut für Molekulare Infektionsbiologie, im Ausland war er unter anderem in Paris und in Tel Aviv tätig. Seit März 2008 ist der vielfach ausgezeichnete Wissenschaftler RKI-Präsident.

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