Ärzte Zeitung, 27.10.2009

Vertragsärzte sehen Licht und Schatten

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) hat den von Schwarz-Gelb vorgelegten Koalitionsvertrag mit gemischten Gefühlen aufgenommen. "Positiv" zu bewerten sei die Betonung der Freiberuflichkeit der ärztlichen Tätigkeit durch die neue Regierung.

"Richtig ist auch, dass Geschäftsanteile von Medizinischen Versorgungszentren (MVZ) nur von zugelassenen Ärzten und Krankenhäusern gehalten werden dürfen", sagte Köhler. Auch die angestrebte Vereinfachung der Vergütungsreform für die rund 140 000 niedergelassenen Vertragsärzte in Deutschland sei zu begrüßen. "Vorerst vertan" hätten Union und FDP aber die Chance für einen echten Wettbewerb um die beste hausärztliche Versorgung, kritisierte der KBV-Chef.

Da Paragraf 73b in der bestehenden Form zunächst erhalten bleibe, stelle sich die Frage, "wie unter diesen Voraussetzungen eine flächendeckende und qualitativ hochwertige ambulante Versorgung auf Dauer aufrecht erhalten bleiben soll". Trotz Kritik wolle die KBV aber "konstruktiv" mit der Regierung zusammenarbeiten.(hom)

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