Ärzte Zeitung online, 04.12.2009

Medizin-Studenten beklagen mangelnde Praxisnähe

JENA (dpa). Die Ärzteausbildung an deutschen Universitäten leidet nach Einschätzung von Medizinstudenten unter mangelnder Praxisnähe. Vor allem das Gespräch mit den Patienten komme in der Ausbildung nach wie vor zu kurz, kritisierte der Bundesverband der Medizinstudierenden (BVMD) auf seinem Jahreskongress am Freitag in Jena.

Auch der Anteil mündlich-praktischer Prüfungen sei zu gering, sagte BVMD-Präsident Dominique Ouart gegenüber dpa. "Angeleitete Patientengespräche gibt es an den meisten Fakultäten nur sporadisch."

Ouart beklagte auch, dass in Praktika an den Universitätskliniken zumeist Assistenzärzte die Medizinstudenten betreuen müssten. "Da fehlt der fachärztliche Überbau, Assistenzärzte sind ja selbst noch in der Ausbildung."

In Deutschland studieren rund 80 000 junge Menschen Humanmedizin, an 36 Universitäten gibt es medizinische Fakultäten. Auf dem Kongress beraten bis Sonntag 400 angehende Ärzte.

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Berufspolitik (17330)

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