Ärzte Zeitung, 09.12.2009

Kommunen werben um junge Ärzte

Ein neues Netz will Mediziner für die Arbeit im Land Sachsen begeistern.

DRESDEN (tra). Mehr als hundert Partner haben sich im neuen Verbund "Ärzte für Sachsen" zusammengeschlossen. "Das Netzwerk hat sich zum Ziel gesetzt, die sächsischen Akteure und Maßnahmen gegen den drohenden Ärztemangel zu vernetzen und so langfristig neue Ärzte für Sachsen zu gewinnen", sagte Landesärztekammer-Präsident Professor Jan Schulze. Eine Gruppe von Vertretern des Gesundheitsministeriums, Landesärztekammer, Krankenhausgesellschaft, KV und Kommunaler Spitzenverbände wird das Vorgehen koordinieren und die Umsetzung organisieren.

Berufsverbände, medizinische Fachgesellschaften, Krankenhäuser, Kassen, Kommunen und die örtlichen Medizinischen Versorgungszentren haben Mitwirkung signalisiert. "Ein begrüßenswertes Novum ist, dass in dem Netz auch die kommunale Seite eingebunden ist. Die direkte Ansprechbarkeit der Kommunen ist für Mediziner auf Stellensuche wichtig", sagte Gesundheitsministerin Christine Clauß (CDU).

Herzstück der Aktion ist eine Internetseite, die Informationen über Aus- und Weiterbildung, Fördermöglichkeiten, Hilfsmaßnahmen, Stellenbörsen für Mitarbeiter im Gesundheitswesen sowie die Lebens- und Arbeitsbedingungen in Sachsen bündelt. Demnächst sollen auch regionale Wohnungsbörsen auf der Seite eingebunden werden. Für Abiturienten, Studenten und Absolventen will das Netz die zentrale Servicestelle werden, um die Aufnahme einer kurativen Tätigkeit attraktiver zu machen. Bundesweit gibt es noch keinen Verbund, der so viele Partner einbezieht.

Weitere Informationen im Internet: www.aerzte-fuer-sachsen.de

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Resistente Keime bedrohen Fortschritte aus Jahrzehnten

Jeder vierte Todesfall durch Antibiotika-resistente Keime weltweit wird durch Tuberkulose (TB) bedingt. Um die Situation zu verbessern, reichen neue Arzneien aber nicht aus, betonen TB-Experten. mehr »

Regelmäßiges Frühstück ist offenbar gut fürs Herz

Wer regelmäßig frühstückt, beugt damit offenbar kardiovaskulären Erkrankungen vor, berichtet die American Heart Association (AHA). mehr »

Sperma-Check per Smartphone-App

Millionen von Paaren weltweit wollen ein Kind, doch es klappt nicht. Die Ursachen liegen in etwa der Hälfte der Fälle beim Mann. Ein einfacher Test könnte Männern künftig die Untersuchung ihres Spermas erleichtern. mehr »