Ärzte Zeitung online, 15.01.2010

Eine Milliarde Euro für Ärzte in Schleswig-Holstein

Honorarvertrag setzt Bundesvorgaben um / Konvergenzregelung wird im laufenden Jahr fortgesetzt

BAD SEGEBERG (di). Die Honorarvereinbarung in Schleswig-Holstein steht. Im laufenden Jahr fließt insgesamt eine Milliarde Euro für die ambulante Versorgung im Norden.

Nach Auffassung von KV-Chefin Dr. Ingeborg Kreuz ist diese Summe für die haus- und fachärztliche Regelversorgung zwar nicht ausreichend. Zugleich lobte sie aber die mit dem frühen und ohne Schiedsamt gelungenen Ergebnis verbundene Planungssicherheit für die Praxen.

Der Honorarvertrag 2010 setzt die bundesweit geltenden Beschlüsse des Bewertungsausschusses zur Neuordnung der vertragsärztlichen Vergütung um. Die Krankenkassenverbände und die KVSH einigten sich außerdem darauf, die Konvergenzregelung aus dem Vorjahr fortzuschreiben. Die damit festgelegte Gewinn- und Verlustbegrenzung hat Verwerfungen zumindest abmildern können.

Mit dem Honorarvertrag 2010 wurde zudem vereinbart, dass die Mittelverteilung innerhalb der Ärzteschaft nun der KV obliegt. Die Vertragspartner versprechen sich davon, dass "besonders flexibel und angemessen auf neu entstehende Situationen" reagiert werden kann.

Für die kleine Facharztgruppe der Pädaudiologen und Phoniater haben die Vertragspartner gesonderten Bedarf gesehen und zusätzliche Mittel bereitgestellt. Weil die Gruppe nur aus einer Handvoll niedergelassener Kollegen besteht, wurde sie bislang den HNO-Ärzten zugerechnet. Deren Regelleistungsvolumen reicht nicht aus, um den hohen Aufwand angemessen zu honorieren. Auch für den vertragsärztlichen Bereitschaftsdienst werden die Mittel aufgestockt.

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