Ärzte Zeitung, 01.02.2010

Viele Patienten benötigen zweite Hüftgelenks-Op

DAMP (di). Rund 300 000 künstliche Hüft- und Kniegelenke werden jährlich in Deutschland eingesetzt. Außer den Primär- kommt es immer häufiger auch zu Wechseleingriffen.

Jede neunte Hüftgelenksoperation ist heute nach Angaben von Dr. Steffen Oehme ein Revisionseingriff. Als Grund dafür gibt der orthopädische Chefarzt aus der Ostseeklinik Damp das steigende Lebensalter der Patienten an. Ein künstliches Hüftgelenk hält nach seinen Angaben durchschnittlich rund 20 Jahre.

Viele 50- bis 60-Jährige, die mit einem künstlichen Gelenk versorgt werden, benötigen deshalb im Alter einen Wechsel. "Ähnlich wie ein natürliches Gelenk unterliegt auch das künstliche Gelenk Verschleißerscheinungen. Bei Hüftgelenksrevisionen wird allgemein die Pfannenkomponente häufiger als die Schaftkomponente gewechselt", sagte Oehme.

Der Zweiteingriff dauert in der Regel länger als das Einsetzen der Erstprothese. Wenn eigenes Knochenmaterial fehlt oder beschädigt ist, muss auf Transplantat zurückgegriffen werden. Ähnlich wie nach dem Primäreingriff wird der Patient auch nach einer Wechseloperation 24 Stunden später mobilisiert.

Lesen Sie dazu auch:
Viele gute Gründe sprechen für ein nationales Endoprothesenregister

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Neuroprothese lässt Gelähmten wieder zugreifen

Eine Neuroprothese ermöglicht einem Tetraplegiker, mit einer Gabel zu essen. Sein Hirn wird dabei per Kabel mit Muskeln in Arm, Hand und Schulter verbunden. mehr »

Mord und Totschlag in deutschen Kliniken?

Eine umstrittene Studie zu lebensbeendenden Maßnahmen in Kliniken und Pflegeheimen erhitzt die Gemüter. mehr »

Psychotherapie-Richtlinie steht vor holprigem Start

Der Start der neuen Psychotherapie-Richtlinie am 1. April löst bei den Beteiligten keine Begeisterung aus. Die Kritik überwiegt. Lesen Sie die aktuellen EBM-Ziffern. mehr »