Ärzte Zeitung online, 07.05.2010

Medizinstudenten sollen bei Hausärzten lernen

OSNABRÜCK/SCHWERIN (dpa). Medizinstudenten sollen nach Vorstellung der Gesundheits-Staatssekretäre der Länder künftig einen Teil ihrer Ausbildung bei Hausärzten absolvieren. Dieser Vorschlag Mecklenburg-Vorpommerns zur Bekämpfung des Ärztemangels auf dem Land werde von den Staatssekretären der anderen Bundesländer unterstützt

Das teilte der Schweriner Gesundheits-Staatssekretär Nikolaus Voss (SPD) nach einer Konferenz der Amtschefs in Osnabrück mit. Die Vorschläge sollen bei der nächsten Konferenz der Gesundheitsminister am 30. Juni in Hannover diskutiert werden.

Es seien auch weitere Änderungen diskutiert worden. Wer sich verpflichtet, nach der Facharzt-Ausbildung als Allgemeinmediziner in einem unterversorgten Gebiet zu arbeiten, solle größere Chancen auf einen Studienplatz bekommen.

Für angehende Allgemeinmediziner werden Stipendien vorgeschlagen, zur Verbesserung des Images der Hausärzte eine Kampagne. Die Kultusministerkonferenz soll die Einrichtung von Lehrstühlen für Allgemeinmedizin an den Hochschulen unterstützen.

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