Ärzte Zeitung online, 11.05.2010

Berlins Hausärzte-Chef Hoffert wirft das Handtuch

Verbands-Chef zieht Konsequenz aus internem Streit um Hausarztvertrag

BERLIN (inh). Der Vorstandsvorsitzende des Hausärzteverbandes Berlin und Brandenburg e.V. (BDA), Dr. Hans-Peter Hoffert, ist am Montag von seinem Amt zurückgetreten.

Berlins Hausärzte-Chef Hoffert wirft das Handtuch

Zieht Konsequenzen aus Verbandsquerelen: Dr. Hans-Peter Hoffert tritt von seinem Amt als Chef des Hausärzteverbandes Berlin und Brandenburg zurück. © BDA

Hoffert zieht damit die Konsequenzen aus verbandsinternen Querelen. Diese hatten auf einer Delegiertenversammlung (DV) am 7. April ihren vorläufigen Höhepunkt gefunden, als mit einem Mehrheitsbeschluss der vom BDA ausgehandelte und von Hoffert ohne Zustimmung der Delegierten unterschriebene Hausarztvertrag mit AOK und IKK abgelehnt wurde. Die Delegierten forderten ihren Vorsitzenden daraufhin zum sofortigen Rücktritt auf (wir berichteten). Hoffert hatte diesen Schritt zum damaligen Zeitpunkt noch kategorisch ausgeschlossen: "Ich werde zurücktreten. Zum Ende der Legislaturperiode."

Seinen jetzigen Entschluss begründet er nach Informationen der "Ärzte Zeitung" mit der seiner Meinung nach notwendigen Revision des Delegierten-Beschlusses vom 7. April. Die Delegierten hätten sich "in eine höchst unangenehme Haftungssituation gegenüber den Ärzten gebracht, die sie zum Abschluss von Verträgen mandatiert hatten." Unangenehm deshalb, weil der Verband durch die Mandatierung in Zugzwang gewesen sei, einen Vertrag auch zu liefern. Er mache seinen Posten nun frei, um einer Revision nicht länger im Wege zu stehen.

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