Ärzte Zeitung online, 26.05.2010

Krankenhausärzte streiken weiter

KÖLN (dpa). Die Ärzte an kommunalen Krankenhäusern richten sich nach Gewerkschaftsangaben auch auf eine dritte und vierte Streikwoche ein. Der Vorsitzende des Marburger Bunds (MB), Rudolf Henke, sagte am Mittwoch in Köln bei einer Kundgebung, die Arbeitgeber müssten nun zügig ein konkretes Angebot vorlegen.

Vor allem die Bezahlung der Bereitschaftsdienste müsse auf ein "faires" Niveau angehoben werden. Die Tarifverhandlungen für die 55 000 Ärzte an den bundesweit 700 kommunalen Kliniken waren Anfang April gescheitert.

Die Gewerkschaft MB fordert fünf Prozent mehr Gehalt. Ein Sprecher des MB Nordrhein-Westfalen sagte, Henke habe sich aber in Köln mit Blick auf diese Prozent-Forderung beweglich gezeigt. Es gehe vor allem um eine Verbesserung bei den Bereitschaftsdiensten an Wochenenden, Feiertagen und in den Nächten. Die derzeitige Unterbezahlung sei ein Grund dafür, dass viele Klinikärzte ins Ausland abwanderten.

Wo gestreikt wird, zeigen wir auf unserem aktuellen Streikatlas.

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