Ärzte Zeitung, 24.06.2010

Wundversorgung wird im Nordosten besser abgestimmt

UECKERMÜNDE (di). Ärzte im Nordosten arbeiten federführend an einer abgestimmten Wundversorgung ihrer Patienten mit. So werden Behandlungszeiten verringert und Klinikaufenthalte verhindert. "Schnellere Gesundung und damit das Wegfallen von Komplikationen machen sich für alle Beteiligten bezahlt", sagte Mecklenburg-Vorpommerns KV-Chef Dr. Wolfgang Eckert über den im Grenzgebiet zu Polen umgesetzten Vertrag.

In den Städten Ueckermünde, Pasewalk und Torgelow bilden drei Wundpraxen mit fortgebildeten Ärzten das Herzstück der abgestimmten Versorgung, die die KV und das örtliche Haffnet mit der AOK Mecklenburg-Vorpommern vereinbart haben.

Die Wundpraxen koordinieren die abgestimmte Versorgung von Patienten etwa mit diabetischem Fuß oder offenen Beinen so wohnortnah wie möglich. In der Region sind rund 750 AOK-Patienten betroffen. Für jeden Patienten wird nach Überweisung des Hausarztes ein individueller Behandlungsplan auf Grundlage eines Scoring-Modells erstellt. Spezialisierte Wundschwestern stellen die Betreuung im häuslichen Umfeld sicher.

So kann der Wundverschluss kontinuierlich kontrolliert werden. Der Zustand der Wunde wird in den einzelnen Behandlungsschritten dokumentiert. Auch Physiotherapeuten werden in die abgestimmte Behandlung einbezogen. Patienten, die nach dem seit Februar geltenden unbefristeten Vertrag behandelt werden, sollen mobiler und selbstständiger werden.

Nach Angaben der Vertragspartner leiden bundesweit zwischen drei bis vier Millionen Menschen an chronischen Wunden, bei denen der Heilungsprozess gestört oder gestoppt ist.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Mehr Metastasen

Immer mehr Männer mit Prostatakrebs in den USA haben schon bei der Diagnose Metastasen. Ihr Anteil hat sich fast verdoppelt. Auch die Inzidenz solcher Tumoren nimmt zu. mehr »

Deutsches Defizit

Diabetes-Prävention, Strategien gegen Polypharmazie, digitale Versorgungsangebote: Neue Initiativen gibt es zuhauf. Doch Patienten müssen davon wissen. Genauo daran hapert es aber. mehr »

"Einfache Ersttherapie ist für fast alle Patienten möglich"

Die antiretrovirale Therapie ist bei neu diagnostizierter HIV-Infektion stets angezeigt, und zwar unabhängig vom Stadium der Infektion oder der Helferzellzahl. mehr »