Ärzte Zeitung, 29.06.2010

FDP soll sich für Hausarztverträge stark machen

KÖLN (iss). Der nordrhein-westfälische Wissenschaftsminister und FDP-Vorsitzende Professor Andreas Pinkwart soll sich für den Erhalt der Hausarztverträge nach Paragraf 73b SGB V stark machen. Das fordern die beiden Hausarztverbände des bevölkerungsreichsten Bundeslandes.

"Es kann nicht sein, dass die hausärztliche Versorgung der Menschen in Deutschland zum politischen Spielball der Regierungskoalition gemacht wird", schreiben der westfälische Verbandsvorsitzende Dr. Norbert Hartmann und sein nordrheinisches Pendant Dr. Dirk Mecking in einem Offenen Brief an Pinkwart. "Wer dies tut, begeht einen massiven politischen Vertrauensbruch gegenüber uns Hausärzten, vor allem aber gegenüber den Patientinnen und Patienten."

Hartmann und Mecking beziehen sich auf den in der Koalition entflammten Streit über die Hausarztverträge. Zu den Vereinbarungen gibt es aus ihrer Sicht keine Alternative, um die Versorgung sicherzustellen und Nachwuchs für den Beruf des Hausarztes zu gewinnen - Ziele, für die sich die NRW-Landesregierung in den vergangenen Jahren eingesetzt habe.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Gefahr im Vekehr oder alles im grünen Bereich?

Patienten, die Cannabispräparate in Dauermedikation haben, dürfen am Straßenverkehr teilnehmen. Eine wissenschaftliche Debatte über ein erhöhtes Verkehrssicherheitsrisiko wurde noch nicht geführt. mehr »

Frau hat keinen Anspruch auf Schmerzensgeld

Hat eine Frau Anspruch auf Schmerzensgeld, wenn ein Arztfehler zu Impotenz des Mannes führt? Das OLG Hamm verneint – und gibt eine Begründung. mehr »

Tausende Pfleger ergreifen die Flucht

Großbritannien gehen die Pflegekräfte aus: Zu groß ist die Unzufriedenheit mit dem System. Sie zeigt sich zunehmend auch bei Patienten. mehr »