Ärzte Zeitung, 18.10.2010

Fortbildungen für Ärzte zum Thema häusliche Gewalt

MÜNCHEN (sto). Bei häuslicher Gewalt gegen Frauen haben die niedergelassenen Ärzte nach Ansicht von Bayerns Sozialministerin Christine Haderthauer (CSU) eine Schlüsselrolle. Für misshandelte Frauen seien Ärzte die ersten Anlaufstellen noch vor den Frauenberatungsstellen und der Polizei. Deshalb biete ihr Ministerium jetzt Fortbildungen für Niedergelassene und Ärzte in Kliniken an, die mit bis zu 700 Euro je Veranstaltung unterstützt werden, teilte Haderthauer mit.

Die erste Veranstaltung wurde von der Frauenbeauftragten der Stadt Nürnberg in Kooperation mit dem Ärztlichen Kreisverband Nürnberg und dem Gesundheitsamt der Stadt organisiert. Weitere Veranstaltungen sind im November in Nürnberg und Regensburg geplant.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Langes Arbeiten kann tödlich sein

Eine lange Wochenarbeitszeit erhöht das Risiko für Herzerkrankungen und Krebs. Forscher konnten die Stundenzahl sogar exakt angeben, ab der sich das Risiko stark erhöht. mehr »

Ausschuss reißt Frist des Gesetzgebers

Das neue Qualitätsmaß für Pflegeheime gerät in Verzug. Eine Studie bietet eine Alternative an. mehr »

Jeder dritte Demenz-Fall vermeidbar

Finge die Demenz-Prävention bereits in der Kindheit an, könne die Krankheit bei einem Drittel aller Erwachsenen verhindert werden – so eine Studie. mehr »