Ärzte Zeitung, 26.10.2010

Kommentar

Alles, nur keine Reformblockade!

Von Sunna Gieseke

Zu viele Ärzte, zu wenige Ärzte? Das Thema Bedarfsplanung hat immer Konjunktur. Jetzt erhält die Debatte neuen Schwung: Eine Kommission von Bund, Ländern, KBV, Bundesärztekammer, GKV-Spitzenverband und Gemeinsamem Bundesausschuss soll - wenn es nach Bundesgesundheitsminister Rösler geht - das Problem in neuer Besetzung angehen.

Auf den ersten Blick keine schlechte Idee, da sich die Versorgungsprobleme aufgrund der verschiedenen Zuständigkeiten nur sektorenübergreifend lösen lassen. So einfach ist es dann doch nicht.

Denn die Akteure verfolgen unterschiedliche Interessen. Obendrein fordern die Länder mehr Rechte und wollen bei der Bedarfsplanung ein Wörtchen mitreden. Rösler will den Streit in die Kommission vertagen.

Ob dort die alten Konflikte befriedet werden können, ist ungewiss. Denn bereits jetzt gibt es gegenseitige Vorwürfe. Es droht ein unschönes Szenario, in dem sich Bund und Länder blockieren - und damit die Sacharbeit lähmen statt vorantreiben. Vertagen aber ist das falsche Signal. Denn in zehn Jahren könnten nach KBV-Berechnungen bis zu 7000 Hausärzte fehlen.

Lesen Sie dazu auch den Bericht:
Länder starten Machtpoker um Ärzteverteilung

[27.10.2010, 11:28:01]
Dr. Birgit Bauer 
Recht hat der Kollege !!

Solange die geballte Inkompetenz in unseren politischen Gremien sitzt nutzt es auch nichts immer neue teure Kommissionen, hinter denen sich dann die hoch dotierten Verantwortungsträger verstecken, zu etablieren. Am Grundproblem ändert sich bei solcher Vorgehensweise gar nichts!!
Liebe gewählte Volks- und Standesvertreter, übernehmt endlich die Verantwortung, die ein Mandat mit sich bringt und gestaltet ein solidarisches Gesundheitswesen das seinen Namen verdient. Berechenbarkeit für die am Pat. arbeitenden Berufsgruppen , Reduzierung der völlig überbordenden " Verwaltung der Verwaltung der Verwaltung " auf Beitragszahlers und "Leistungserbringers " Kosten.
Wie wäre es mit einem Versuch??
 zum Beitrag »
[26.10.2010, 20:08:13]
Dr. Thomas Assmann 
Die deutsche Krankheit
Noch eine Kommission, noch eine Kommission, und noch eine Kommission,
damit wieder Leute beschäftigt werden
Noch nie was von "sozialer Marktwirtschaft" gehört und "Angebot und Nachfarge"?????!!!!!!!!!!!!!!
Bezahlt endlich die Ärzte z.B.in NRW ordentlich und ihr habt keine Probleme mehr! oder doch noch ne neue Kommison ?????. würg !!!!!!!! zum Beitrag »

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

So schädlich fürs Herz wie Cholesterin

Depressionen steigern bei Männern das Risiko fürs Herz ähnlich stark wie hohe Cholesterinwerte oder Fettleibigkeit. Das ergab eine aktuelle Analyse der KORA-Studie. mehr »

Den Berg im eigenen Tempo erklimmen

Medizinstudentin Solveig Mosthaf fühlt sich im Studium manchmal, als würde sie einen steilen Berg hinauf kraxeln. Sie wünscht sich mehr Planungsfreiheit – und die Möglichkeit, eigene Wege zu gehen. mehr »

Positive HPV-Serologie bringt bessere Prognose

Bei Patienten mit Kopf-Hals-Tumor ist eine positive HPV-16-Serologie mit einem verbesserten Überleben assoziiert. Das bestätigt jetzt eine US-Studie. Demnach liegt die Wahrscheinlichkeit für ein Fünf-Jahres-Überleben sogar 67 Prozent höher. mehr »