Ärzte Zeitung, 03.11.2010

Kassen sollen Spendeausweis verschicken

HAMBURG (di). Die Delegiertenversammlung der Ärztekammer Hamburg fordert gesetzliche und private Krankenkassen in einer Resolution auf, bei der Versendung der Krankenversicherungskarte eine Aufklärung über Organspenden und den Vordruck eines Spendeausweises zu verschicken.

Die Delegierten sehen darin eine leichter umsetzbare Lösung als die von vielen Bürgern geforderte Widerspruchslösung. Bei dieser von einigen europäischen Ländern angewandten Regelung dürfen die Organe entnommen werden, wenn der Patient dies nicht ausdrücklich untersagt und dokumentiert hat.

"Vielleicht würden so mehr Menschen über diese sicher schwierige Frage nachdenken - vielleicht auch vor dem Hintergrund, dass man jederzeit selber auf das Organ eines anderen Menschen angewiesen sein könnte", sagte Hamburgs Kammerpräsident Dr. Frank Ulrich Montgomery.

Weil Deutschland im europäischen Vergleich mit 14,6 Organspendern pro einer Million Einwohner im unteren Drittel liegt, sind nach seiner Ansicht Überlegungen erforderlich, wie einerseits die Spendenbereitschaft, andererseits die strukturellen Bedingungen für Transplantationen verbessert werden können.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Resistente Keime bedrohen Fortschritte aus Jahrzehnten

Jeder vierte Todesfall durch Antibiotika-resistente Keime weltweit wird durch Tuberkulose (TB) bedingt. Um die Situation zu verbessern, reichen neue Arzneien aber nicht aus, betonen TB-Experten. mehr »

Regelmäßiges Frühstück ist offenbar gut fürs Herz

Wer regelmäßig frühstückt, beugt damit offenbar kardiovaskulären Erkrankungen vor, berichtet die American Heart Association (AHA). mehr »

Sperma-Check per Smartphone-App

Millionen von Paaren weltweit wollen ein Kind, doch es klappt nicht. Die Ursachen liegen in etwa der Hälfte der Fälle beim Mann. Ein einfacher Test könnte Männern künftig die Untersuchung ihres Spermas erleichtern. mehr »