Ärzte Zeitung, 18.11.2010

Wissenschaftsrat stellt sich gegen BÄK-Darstellung

NEU-ISENBURG (bee). Mit einer Klarstellung hat der Wissenschaftsrat auf Äußerungen des Präsidenten der Bundesärztekammer, Professor Jörg-Dietrich Hoppe, zur geplanten European Medical School in Oldenburg und Groningen reagiert. Der Wissenschaftsrat stellte gegenüber der "Ärzte Zeitung" klar, dass Hoppes Äußerungen zum "Bachelor-Arzt" in der Form irreführend seien.

Der Bachelor befähige in keinem europäischen Land zur kurativen Tätigkeit, so der Wissenschaftsrat. Hoppe hatte vor Qualitätsmängeln gewarnt: "Den hohen Qualitätsstandard kann eine Schnellausbildung zum Bachelor-Arzt nicht erreichen", sagte der BÄK-Chef in einer Mitteilung.

Zudem bekräftigte der Wissenschaftsrat, dass die europarechtlichen Grundlagen für die Mediziner-Ausbildung an den Universitäten Oldenburg und Groningen erfüllt werden. Die erforderlichen 5500 Stunden in der Ausbildung werden erreicht, so der Wissenschaftsrat.

Auch den Punkt der Ausbildungsstruktur - die Aneinanderreihung eines berufsfeldbezogenen und wissenschaftlichen Studiums - steht in der Kritik des BÄK-Präsidenten. Mit diesem Gerücht will der Wissenschaftsrat aufräumen: In der Mediziner-Ausbildung in Holland, wie auch demnächst in Oldenburg, sei es üblich, vom ersten bis zum sechsten Studienjahr berufsspezifische und wissenschaftliche Ausbildungsinhalte miteinander zu verknüpfen.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Zahl der Behandlungsfehler stagniert

"Fehler passieren, auch in der Medizin. Aber die Wahrscheinlichkeit, dass Patienten durch einen Behandlungsfehler zu Schaden kommen, ist extrem gering." So lautete das Fazit von Dr. Andreas Crusius bei der Vorstellung der Behandlungsfehlerstatistik. mehr »

Naturvolk mit erstaunlich gesunden Gefäßen

In einer geradezu heroischen Studie haben US-Forscher Eingeborene der Amazonas-Region zur Calcium-Score-Messung in einen CT-Scanner geschoben. Noch nie wurde ein Volk mit so gesunden Arterien beschrieben. mehr »

Dann ist ein Hausbesuch abrechenbar

Die vollständige und vor allem korrekte Abrechnung der so genannten Leichenschau stellt Ärzte immer wieder vor Probleme. Beispielsweise stellt sich die Frage nach der eigenständigen Berechnung des Hausbesuchs. mehr »