Ärzte Zeitung online, 23.12.2010

Nach gescheitertem Ausstieg: AOK Bayern stellt neuen Vertrag in Aussicht

MÜNCHEN (sto). Die Entscheidung der bayerischen Hausärzte in Nürnberg weiterhin im GKV-System zu bleiben, bietet nach Ansicht der AOK Bayern eine gute Voraussetzung für eine Weiterentwicklung der hausarztzentrierten Versorgung im Freistaat.

Nach gescheitertem Ausstieg: AOK Bayern stellt neuen Vertrag in Aussicht

Fritz Schösser

© dpa

"Hoppenthallers deutliches Scheiternbietet die große Chance für einen Neuanfang", sagte der Vorsitzende des Verwaltungsrates der AOK Bayern, Fritz Schösser, am Mittwoch in München.

Zugleich stellte er für das kommende Jahr einen neuen Hausarztvertrag in Aussicht. Neue Hausarztverträge müssten dann versichertenfreundlich gestaltet sein und besser als bisher den wirtschaftlichen Erfordernissen und den Anforderungen an eine Weiterentwicklung der Versorgungsqualität gerecht werden.

Die Idee der hausarztzentrierten Versorgung habe durch die "gesund-heitspolitische Geisterfahrt des Bayerischen Hausärzteverbandes (BHÄV)" nicht gelitten, erklärte Schösser. Klar sei aber auch, dass der BHÄV aufgrund der angekündigten Fortsetzung des kollektiven Systemausstiegsals Vertragspartner nicht mehr infrage kommt. Politisch stelle sich darüber hinaus jetzt die Frage, "ob es bei der gesetzlich fixierten Monopolisierung von Ärzteorganisationen bleiben kann", sagte der AOK-Vertreter.

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Systemausstieg zunächst gescheitert - Entscheidung soll am 18. Februar fallen

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