Ärzte Zeitung online, 11.03.2011

Dr. Andreas Köhler bleibt Vorsitzender der KBV

BERLIN (vdb). KBV-Chef Dr. Andreas Köhler ist für weitere 6 Jahre als Vorsitzender der Kassenärztlichen Bundesvereinigung für den fachärztlichen Versorgungsbereich bestätigt worden. Sein Gegenkandidat Dr. Dirk Heinrich, Vorsitzender des NAV Virchow Bundes, unterlag in einer Kampfabstimmung.

Dr. Andreas Köhler bleibt Vorsitzender der KBV

Der alte und neue KBV-Chef: Dr. Andreas Köhler.

© KBV

Köhler erhielt 39 Stimmen, auf Heinrich entfielen 19 Stimmen. Heinrich kritisierte vor allem den Stil der Absprachen im Vorfeld der konstituierenden Vertreterversammlungen. Das werde auch von der ärztlichen Basis nicht akzeptiert. Ein "weiter so" dürfe es nicht geben. Er plädierte dafür, die Auseinandersetzung zwischen Haus- und Fachärzten zu beenden.

Verantwortlich dafür machte Heinrich insbesondere die Politik des zu seiner Zeit von Ulla Schmidt geführten Gesundheitsministeriums.

Köhler machte klar, dass die Information der ärztlichen Basis primäre Aufgabe der Kassenärztlichen Vereinigungen sei. Das passe zudem auch nicht mit dem Vorwurf des Zentralismus zusammen.

Für die Kritik an seiner Person bemühte Köhler das Bild eines Ackergauls, der unverdrossen seine Furchen ziehe. Er fühle sich in der Rolle des Ackergauls wohler als in der Rolle des schillernden neurotischen Zirkuspferds.

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Lesen Sie dazu auch eine erste Reaktion:
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[12.03.2011, 10:45:35]
Dr. Karlheinz Bayer 
keinen Bock zum Baum-Gärtner gemacht!
Was hat sich das Duo Köhler / Müller im Vorfeld von seinen angeblich von der Basis getragenen Gegnerschaft alles anhören müssen!
Kaum ein Wort der Realpolitik war dabei, stattdessen Häme, persönliche Angriffe und jede Menge paranoider Phantasien.
Umso erfreulicher ist, daß sich doch eine 2/3 Mehrheit für den Fortbestand der kollektiven Selbstverwaltung ausgesprochen hat.
Das ist auch ein sehr sehr deutliches Signal ins Ministerium, daß die Ansprechpartner der Ärzte nicht die lauten Schreihälse sind, sondern die ehrlichen Arbeiter.
Aus Baden-Württemberger Sicht ist die Wiederwahl Köhlers und Müllers deswegen doppelt erfreulich.
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[11.03.2011, 18:59:10]
Dr. Thomas Georg Schätzler 
Alles Müller, oder was?
Nur wo Müller draufsteht, ist jetzt auch Köhler drin, möchte man sagen.
Aber mal ehrlich, Kolleginnen und Kollegen, dieses Führungsduo (ein Trio mit einer gestandenen Frau dabei, wäre wirklich besser gewesen) steht doch für das Motto: "Yes, we can not" oder in freier deutscher Übersetzung "Hier stehe ich, ich kann nicht anders".

Grottenpeinlich, "das Bild eines Ackergauls, der unverdrossen seine Furchen ziehe", welches Kollege Köhler bemühte. Egal welcher Gaul, alle machen ziemlich viel Mist.

freundliche, kollegiale Grüße, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund


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