Ärzte Zeitung, 16.03.2011

Klinikum in Cottbus sieht keinen Ärztemangel

COTTBUS (ami). Ärztemangel ist kein akutes Problem. Diese Auffassung vertritt die Geschäftsführerin des Carl-Thiem-Klinikums Cottbus, Heidrun Grünewald.

"Von einem allgemein-akuten Ärztemangel kann trotz eines zeitweiligen und durchaus normalen Bedarfs an bestimmten Fachärzten keine Rede sein," so Grünewald. Das größte märkische Klinikum beschäftigt derzeit 321 Ärzte, darunter 59 ausländische Mediziner. Der größte Teil von ihnen kommt aus dem Nachbarland Polen.

Grünewald lobte die hohe Motivation der Klinikumsmitarbeiter. Sie garantiere eine ausgezeichnete medizinische Versorgung der Region trotz schwierigerer finanzieller Bedingungen. Für 2011 kündigte Grünewald weitere Modernisierungen an. So soll eine Intermediate-Care-Station mit 22 Betten für schwerkranke internistische Patienten errichtet werden.

[17.03.2011, 16:40:35]
Dr. Alfred Cassebaum 
Kein Ärztemangel??
Wenn fast 20% der ärztlichen Mitarbeiter aus dem benachbarten Ausland aquiriert werden, wie in Cottbus offenbar der Fall, spricht das nicht gegen, sondern für die Diagnose "Ärztemangel". Man denke sich die 20% einfach mal weg! Das sagt natürlich noch nichts über die Ursachen, die sicher schwierig zu klären sind und deren Feststellung auch immer interessengeleitet ist; hier dient aber das Ausrufen von Normalität durch die Geschäftsführerin ganz offensichtlich auch dem Zweck, keine Unruhe im Umfeld aufkommen zu lassen.  zum Beitrag »

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