Ärzte Zeitung, 29.03.2011

AOK Bayern weist Spekulationen über Zusatzbeitrag zurück

MÜNCHEN (sto). Die AOK Bayern hat den Bayerischen Hausärzteverband (BHÄV) aufgefordert, wieder an den Verhandlungstisch zurückzukehren.

Es sei "wenig hilfreich", wenn während laufender Gespräche "in Offenen Briefen Unwahrheiten verbreitet werden und der Verhandlungspartner diskreditiert werden soll", heißt es in einer Presseerklärung der Kasse. Die AOK werde sich jedenfalls nicht an dieser Form der Auseinandersetzung beteiligen.

Der BHÄV hatte in der vergangenen Woche in einem Offenen Brief, der an den Vorstandsvorsitzenden der AOK Bayern, Dr. Helmut Platzer, adressiert war, geschrieben, den Hausärzten sei bekannt, dass sich die AOK in einer "bedrohlichen finanziellen Lage" befände und deshalb über die Einführung eines Zusatzbeitrages nachdenken müsse.

Ursache der Schieflage seien jedoch nicht die Hausarztverträge. Vielmehr habe die Kasse von dem ursprünglichen Hausarztvertrag "massiv profitiert", da schätzungsweise 200.000 Versicherte zur AOK gewechselt seien.

Dazu erklärte die AOK, sie komme auch weiterhin ohne Zusatzbeitrag aus. Sie könne ihren Versicherten ein umfassendes Leistungsangebot ohne zusätzliche finanzielle Belastung zur Verfügung stellen.

"Die Kasse geht davon aus, dass ihr vorhandenes Angebot zur hausärztlichen Versorgung künftig auch wieder um einen Hausarztvertrag mit optimierten Versorgungsleistungen ergänzt wird", heißt es in der Erklärung.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Langes Arbeiten kann tödlich sein

Eine lange Wochenarbeitszeit erhöht das Risiko für Herzerkrankungen und Krebs. Forscher konnten die Stundenzahl sogar exakt angeben, ab der sich das Risiko stark erhöht. mehr »

Ausschuss reißt Frist des Gesetzgebers

Das neue Qualitätsmaß für Pflegeheime gerät in Verzug. Eine Studie bietet eine Alternative an. mehr »

Jeder dritte Demenz-Fall vermeidbar

Finge die Demenz-Prävention bereits in der Kindheit an, könne die Krankheit bei einem Drittel aller Erwachsenen verhindert werden – so eine Studie. mehr »