Ärzte Zeitung, 01.04.2011

Kammer Hessen in Sorge über Zukunft chronisch Kranker

FRANKFURT/MAIN (ine). "Chronisch Kranke sind kein unnützer Kostenfaktor", heißt es in einer Resolution von Delegierten der Landesärztekammer in Frankfurt/Main.

Die Ärztevertreter verlangen den Aufbau und den Erhalt der funktionsfähigen Versorgung für diese Patientengruppe. Dazu gehöre unter anderem auch die Bezahlung der Delegation ärztlicher Leistungen durch Medizinische Fachangestellte, die Abschaffung der Regressbedrohung gegen besonders engagierte Ärzte und der Ausbau von Hospiz- und Palliativeinheiten.

"Uns Ärzten ist bewusst, dass die höhere Lebenserwartung der Menschen den Sozialstaat vor eine Herausforderung stellt", heißt es weiter. Bei einer Verknappung der finanziellen Mittel sei jedoch zu befürchten, dass sich Schwerstkranke ungenügend versorgt und allein gelassen fühlten. Dadurch könne der Wunsch nach einer Ausweitung der Sterbehilfe aufkommen.

Topics
Schlagworte
Berufspolitik (17546)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Gefahr im Vekehr oder alles im grünen Bereich?

Patienten, die Cannabispräparate in Dauermedikation haben, dürfen am Straßenverkehr teilnehmen. Eine wissenschaftliche Debatte über ein erhöhtes Verkehrssicherheitsrisiko wurde noch nicht geführt. mehr »

Frau hat keinen Anspruch auf Schmerzensgeld

Hat eine Frau Anspruch auf Schmerzensgeld, wenn ein Arztfehler zu Impotenz des Mannes führt? Das OLG Hamm verneint – und gibt eine Begründung. mehr »

Tausende Pfleger ergreifen die Flucht

Großbritannien gehen die Pflegekräfte aus: Zu groß ist die Unzufriedenheit mit dem System. Sie zeigt sich zunehmend auch bei Patienten. mehr »