Ärzte Zeitung online, 30.05.2011

KBV-VV fordert Medikationsmanager

KIEL (HL). GKV-Versicherte sollen einen Anspruch auf ein Medikationsmanagement bekommen, wenn sie mindestens fünf systemisch wirkende Arzneimittel einnehmen müssen. Das hat die KBV-Vertreterversammlung am Montagnachmittag beschlossen.

Ärzte sollen dabei nur noch die Indikation stellen sowie Wirkstoffmenge und Wirkstoffstärke verordnen. Gemeinsam mit dem Apotheker soll das Medikationsmanagement übernommen werden. Der Apotheker selbst wählt das konkrete Arzneimittel aus.

Ziel der KBV ist es, die Vertragsärzte von der ökonomischen Verantwortung für Arzneiverordnungen zu befreien. Richtgrößen und Richtgrößenprüfungen sollen damit entfallen können.

Ähnliches soll für Heilmittelverordnungen gelten: "Die indikationsgerechte Verordnung von Heilmitteln in Form von Langzeit-, Regel- und Verordnungen außerhalb der Regelverordnung sollen nicht mehr der Richtgrößenprüfung unterliegen", heißt es in dem VV-Beschluss. Regresse sollen so vermieden werden.

Topics
Schlagworte
Berufspolitik (16861)
KV-Wahlen 2011 (19)
Organisationen
KBV (6343)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Körperlich aktive Kinder werden seltener depressiv

Bewegen sich Kinder viel, entwickeln sie in den kommenden Jahren seltener depressive Symptome. Viel körperliche Aktivität könnte daher präventiv wirken. mehr »

Generelle Landarztquote ist vom Tisch

Der Masterplan Medizinstudium 2020 ist in trockenen Tüchern. Länder können, müssen aber keine Zulassungsquote für Landärzte in spe festlegen. mehr »

Star Trek und die Ethik der Medizin

Ärztliche Fortbildung sind immer dröge Veranstaltungen? Eine Veranstaltung in Frankfurt ist der medizinethischen Wertewelt von Raumschiff Enterprise auf den Grund gegangen - und zeigt, was Ärzte aus der Serie lernen können. mehr »