Ärzte Zeitung, 11.07.2011

Ärzte im Südwesten können mit vier Prozent Plus rechnen

STUTTGART (fst). Die asymmetrische Honorarverteilung wird in Baden-Württemberg dazu führen, dass im laufenden Jahr rund vier Prozent mehr Gesamtvergütung zur Verfügung stehen als im Vorjahr.

Das geht aus einem Rundschreiben des KV-Vorstands hervor. Auf diese Weise könnten die Fachgruppen, die zuletzt die größten Verluste verbuchen mussten, "knapp an das Honorarniveau von 2007 herangeführt" werden, schreiben KV-Vorstandchef Dr. Norbert Metke und KV-Vize Dr. Johannes Fechner.

Als positiv wertet der KV-Vorstand, dass das ambulante Operieren und belegärztliche Leistungen bis Ende des Jahres von den Kassen weiter gefördert werden. Dazu gehörten auch die postoperativen Behandlungskomplexe im EBM-Kapitel 31.4.

"Honorarpolitisches Modulsystem" für Baden-Württemberg

Eigentlich wären die Kassen nach einem Urteil des Landessozialgerichts Berlin/Brandenburg nicht mehr verpflichtet gewesen, Geld für die von der KV vergüteten Zuschlagspunktwerte zur Verfügung zu stellen. "Alle Kassenverbände sind uns beim begonnenen Weg der Ausbudgetierung entgegengekommen", schreibt der Vorstand.

Metke und Fechner kündigen ein "honorarpolitisches Modularsystem" im Südwesten an. Bestehen soll dieses aus "innovativer kollektivvertraglicher Honorarpolitik mit Ausbudgetierung durch Ressourcenumverteilung, asymmetrischer Verteilung zugunsten Baden-Württembergs und Harmonie mit den Selektivverträgen".

Der Hausarztvertrag der AOK habe gezeigt, dass sich durch eine rationelle Pharmakotherapie Mittel für mehr ärztliches Honorar erwirtschaften lassen. Diese Erfahrungen wolle man auch im Kollektivvertrag nutzen, schreiben Metke und Fechner.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Körperlich aktive Kinder werden seltener depressiv

Bewegen sich Kinder viel, entwickeln sie in den kommenden Jahren seltener depressive Symptome. Viel körperliche Aktivität könnte daher präventiv wirken. mehr »

Generelle Landarztquote ist vom Tisch

Der Masterplan Medizinstudium 2020 ist in trockenen Tüchern. Länder können, müssen aber keine Zulassungsquote für Landärzte in spe festlegen. mehr »

Star Trek und die Ethik der Medizin

Ärztliche Fortbildung sind immer dröge Veranstaltungen? Eine Veranstaltung in Frankfurt ist der medizinethischen Wertewelt von Raumschiff Enterprise auf den Grund gegangen - und zeigt, was Ärzte aus der Serie lernen können. mehr »