Ärzte Zeitung online, 25.07.2011

Linke in Brandenburg zweifelt am Ärztegesetz

POTSDAM (ami). Das Versorgungsgesetz bringt für unterversorgte Regionen wenig. Diese Einschätzung trifft zumindest der brandenburgische Gesundheitsstaatssekretär Daniel Rühmkorf von der Linkspartei.

"Das Ziel, mehr Ärzte für den ländlichen Raum zu gewinnen, wird nur halbherzig angegangen", kritisierte Rühmkorf am Montag in Potsdam.

Er forderte deshalb verstärkte Bemühungen auf Landesebene. "Wir müssen angesichts dieser Politik des Bundes unsere Anstrengungen intensivieren", so Rühmkorf.

In Brandenburg wurde ein ganzes Bündel von Maßnahmen geschnürt, um die Versorgung der Bevölkerung in allen Regionen des Landes in guter Qualität zu sichern.

Dazu zählt unter anderem die Internetseite arzt-in-brandenburg.de, an der viele Gesundheitsorganisationen des Landes mitwirken.

Rühmkorf wies aber Äußerungen von Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) zurück, wonach die geringe Ärztedichte in Brandenburgs ländlichen Regionen zu einer Kostenexplosion bei Krankenhausbehandlungen führen würde.

"Brandenburg hat zwar eine geringe Ärztedichte, aber auch eine relativ geringe Bevölkerungsdichte", so Rühmkorf.

Er verwies auf eine Statistik des AOK-Bundesverbandes wonach die Ausgaben im Krankenhausbereich in Brandenburg im unteren Drittel des Ländervergleichs liegen würden.

Ähnlich stelle sich auch die Situation bei Ausgaben für den für Krankentransporte und Rettungsdienste im Bundesvergleich dar, so der Staatssekretär.

www.arzt-in-brandenburg.de

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