Ärzte Zeitung online, 04.08.2011

Medi Bayern sieht Kabinettsbeschluss als Rückschritt

MÜNCHEN (sto). Im Kampf gegen drohenden Ärztemangel vor allem auf dem Land stellt der Verzicht auf Regionalisierung im Versorgungsstrukturgesetz nach Ansicht von Medi Bayern einen Rückschritt dar.

Im Kabinettsbeschluss werde die ursprünglich angekündigte Regionalisierung bei der Festlegung und Anpassung des Vergütungsvolumens für die haus- und fachärztliche Versorgung stillschweigend wieder zurückgenommen, kritisierte der Landesvorsitzende von Medi Bayern Dr. Alfried Schinz.

Künftig sollen KBV und Bewertungsausschuss zentral über Honorarzuschläge für besonders förderungswürdige Leistungen beschließen. "Die Unterversorgung ländlicher Gebiete lässt sich auf diese Weise nicht lösen", sagte Schinz.

Aus der ursprünglichen Idee, die Probleme in den Regionen gemeinsam anzugehen, werde nun wohl nichts werden. Das sei vor allem deshalb enttäuschend, weil junge Ärzte, die sich in einem unterversorgten Gebiet niederlassen wollen, Planungssicherheit benötigten. Dafür seien regionale Handlungsmöglichkeiten wichtiger denn je, so Schinz.

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