Ärzte Zeitung, 24.08.2011

Brandenburg: Hoher Zulauf beim Mamma-Screening

Etwa sechs von zehn Frauen zwischen 50 und 69 Jahren haben am Mamma-Screening teilgenommen.

POTSDAM (ami). Mit einer Teilnahmequote von knapp 60 Prozent aller Anspruchsberechtigten hat das Mammografie-Screening in Brandenburg die erste Runde abgeschlossen. Insgesamt 184.303 Frauen im Alter zwischen 50 und 69 Jahre haben das kostenlose Vorsorgeangebot genutzt. Eingeladen wurden 353.000 Frauen.

"Wir werten dies als ein sehr gutes Ergebnis, zumal wir im Land Brandenburg erst relativ spät mit dem Screening begonnen haben", sagte der Gynäkologe und Chef der KV Brandenburg Dr. Hans-Joachim Helming. In Brandenburg gibt es außer sieben stationären Screening-Einheiten zudem sechs mobile Untersuchungseinheiten, so genannte Mammobile.

"Die Mammobile werden von den Frauen in den ländlichen Regionen sehr gut angenommen, da sie weite Anfahrtswege verhindern", so Burghard Spahn, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Mammografie-Screening Brandenburg und Leiter der BKK-Landesvertretung Berlin-Brandenburg.

Die märkische Gesundheitsministerin Anita Tack (Linke) appellierte an die Brandenburgerinnen, das Angebot zu nutzen. "Die Heilungschancen sind wesentlich größer, je früher der Krebs entdeckt wird", sagte Tack.

Im ersten Zwei-Jahres-Turnus des Screenings wurden in Brandenburg 9873 auffällige Befunde abgeklärt. Bei 1410 Frauen wurde darauf hin Brustkrebs diagnostiziert.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

So schädlich fürs Herz wie Cholesterin

Depressionen steigern bei Männern das Risiko fürs Herz ähnlich stark wie hohe Cholesterinwerte oder Fettleibigkeit. Das ergab eine aktuelle Analyse der KORA-Studie. mehr »

Den Berg im eigenen Tempo erklimmen

Medizinstudentin Solveig Mosthaf fühlt sich im Studium manchmal, als würde sie einen steilen Berg hinauf kraxeln. Sie wünscht sich mehr Planungsfreiheit – und die Möglichkeit, eigene Wege zu gehen. mehr »

Positive HPV-Serologie bringt bessere Prognose

Bei Patienten mit Kopf-Hals-Tumor ist eine positive HPV-16-Serologie mit einem verbesserten Überleben assoziiert. Das bestätigt jetzt eine US-Studie. Demnach liegt die Wahrscheinlichkeit für ein Fünf-Jahres-Überleben sogar 67 Prozent höher. mehr »