Montag, 25. Mai 2015
Ärzte Zeitung, 03.09.2011

Berlin: Neue Richtgrößen für Heilmittel

BERLIN (ami). Die KV Berlin hat nach einer Rüge des Sozialgerichts ihre Richtgrößenvereinbarungen für Heilmittelverordnungen rückwirkend geändert.

Problematisch war die Regelung für die Berechnung der Heilmittel-Richtgrößen in fachübergreifenden Gemeinschaftspraxen und Medizinischen Versorgungszentren. Dort wurde für Ärzte ohne Richtgröße, zum Beispiel Hautärzte, die durchschnittliche Richtgröße der übrigen Ärzte der Praxis zu Grunde gelegt.

Sind diese Ärzte in Einzelpraxen tätig, gilt für sie keine Richtgröße. Das hat das Sozialgericht Berlin als Ungleichbehandlung gerügt, wie KV-Vorstandsmitglied Burkhard Bratzke der Vertreterversammlung mitteilte.

Nun werden die Regelungen der Arzneimittel-Richtgrößenvereinbarung für Heilmittel übernommen. Dort gilt, dass in Gemeinschaftspraxen und MVZ die Verordnungen und Fälle von Fachgruppen, die keine Richtgrößen haben, nicht berücksichtigt und von den Gesamtverordnungskosten abgezogen werden.

|

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Top-Meldungen

Weltraumarzt berichtet: Wenn Astronauten im All krank werden

Auf ihren Missionen sind Astronauten sehr weit weg: von der Erde, von ihren Familien - und auch von Ärzten. Was also geschieht, wenn Raumfahrer im All krank werden? Ein Weltraumarzt der ESA berichtet. mehr »

Weltgesundheitsversammlung: Ebola hat alle wach gerüttelt

Noch bis Dienstag ziehen Delegierte aus beinahe 200 Ländern auf der 68. Weltgesundheits­versammlung in Genf Lehren aus Ebola. Der Schock sitzt bei allen tief. Dabei war das Geschehene vorhersehbar - aber keiner wollte es sehen. mehr »

Kopftransplantation: Spinnerei oder ehrgeiziger Plan?

Spätestens 2017 soll es soweit sein: Der italienische Chirurg Sergio Canavero will erstmals den Kopf eines Menschen transplantieren. Er ist überzeugt vom Erfolg seines Plans. mehr »