Donnerstag, 29. Januar 2015
Ärzte Zeitung, 03.09.2011

Berlin: Neue Richtgrößen für Heilmittel

BERLIN (ami). Die KV Berlin hat nach einer Rüge des Sozialgerichts ihre Richtgrößenvereinbarungen für Heilmittelverordnungen rückwirkend geändert.

Problematisch war die Regelung für die Berechnung der Heilmittel-Richtgrößen in fachübergreifenden Gemeinschaftspraxen und Medizinischen Versorgungszentren. Dort wurde für Ärzte ohne Richtgröße, zum Beispiel Hautärzte, die durchschnittliche Richtgröße der übrigen Ärzte der Praxis zu Grunde gelegt.

Sind diese Ärzte in Einzelpraxen tätig, gilt für sie keine Richtgröße. Das hat das Sozialgericht Berlin als Ungleichbehandlung gerügt, wie KV-Vorstandsmitglied Burkhard Bratzke der Vertreterversammlung mitteilte.

Nun werden die Regelungen der Arzneimittel-Richtgrößenvereinbarung für Heilmittel übernommen. Dort gilt, dass in Gemeinschaftspraxen und MVZ die Verordnungen und Fälle von Fachgruppen, die keine Richtgrößen haben, nicht berücksichtigt und von den Gesamtverordnungskosten abgezogen werden.

|

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Top-Meldungen

Depressionsatlas: Immer mehr Fehltage wegen Depressionen

Laut Depressionsatlas der TK sind die Fehltage im Job wegen Depressionen 2014 erneut deutlich gestiegen. Einige Branchen sind besonders stark betroffen. mehr »

Gesetzentwurf liegt vor: Korruption soll Straftat werden

Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) macht ernst: Korruption im Gesundheitswesen soll künftig empfindliche Strafen nach sich ziehen. Betroffen sein sollen nicht nur Ärzte. mehr »

Herzbericht 2014: Herzinfarkt endet seltener tödlich

Erfreuliche Zahlen im neuen Herzbericht: Seit 1992 ist die Sterberate bei akutem Herzinfarkt deutlich zurückgegangen. Herz-Kreislauf-Erkrankungen bleiben aber Todesursache Nummer 1 in Deutschland. mehr »