Ärzte Zeitung, 20.09.2011

Städtisches Klinikum München: Sparen um jeden Preis

Auch Entlassungen sind bei den Städtischen Kliniken München nicht mehr ausgeschlossen.

MÜNCHEN (sto). Das Städtische Klinikum München hat einen rigorosen Sparkurs angekündigt. Die Auszahlung der Gehälter und des Weihnachtsgeldes seien jedoch gesichert, teilte die Vorsitzende der Geschäftsführung, Dr. Elizabeth Harrison, angesichts umlaufender Gerüchte mit.

Vor dem Hintergrund eines erwarteten Defizits von möglicherweise mehr als 40 Millionen Euro in diesem Jahr, habe der Aufsichtsrat der Städtisches Klinikum München GmbH (StKM) die Geschäftsführung beauftragt, "die Sparanstrengungen noch zu verstärken", teilte das Unternehmen mit.

Bis Mitte Oktober werde ein Sanierungsplan vorgelegt, "Personalanpassungen" seien nicht ausgeschlossen.

Hohes Defizit nach Hygieneskandal

Nach einem Hygieneskandal im vergangenen Jahr hatte die Klinikleitung aufgrund rückläufiger Patientenzahlen ursprünglich mit einem Defizit von etwa 20 Millionen Euro in diesem Jahr gerechnet.

Trotz der eingeleiteten Sparmaßnahmen und Strukturanpassungen müsse inzwischen jedoch mit einer Verdoppelung des Fehlbetrags gerechnet werden, verlautete in München.

Die Städtisches Klinikum München GmbH, die nach eigenen Angaben der größte Anbieter von Gesundheitsleistungen im süddeutschen Raum ist, beschäftigt an fünf Standorten etwa 8500 Mitarbeiter.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Was neue Onkologika den Patienten tatsächlich bringen

Ist das Glas halb voll oder halb leer? Neue Onkologika haben die Überlebenszeit von Krebspatienten in den vergangenen zwölf Jahren im Schnitt um 3,4 Monate verlängert. Dieser Vorteil geht oft zulasten der Sicherheit. mehr »

Kassen und KBVdrücken aufs Tempo

Bisher trat die Selbstverwaltung bei der Digitalisierung eher als Bremser auf. Bei den Formularen geben KBV und Kassen jetzt Gas: Im Juli kommt der digitale Laborauftrag. mehr »

"Weiterbildung auch mit Kind zügig möglich - im Verbund!"

Eine strukturierte Weiterbildung, die auch mit Elternzeit nur sechs Jahre dauert? Das ist möglich, sagt Dr. Sandra Tschürtz. Die angehende Allgemeinmedizinerin steht vor ihrer Facharztprüfung – und blickt für die "Ärzte Zeitung" auf ihre Zeit in einem Weiterbildungsverbund zurück. mehr »