Ärzte Zeitung online, 28.10.2011

Reinhardt neuer Hartmannbund-Chef

Der Hartmannbund hat einen neuen Vorsitzenden. Die Hauptversammlung wählte Dr. Klaus Reinhardt zum Nachfolger von Kuno Winn. Stellvertreter Reinhardts ist der Vorsitzende des Hartmannbundes Baden-Württemberg Klaus Rinkel.

Reinhardt neuer Hartmannbund-Chef

Dr. Klaus Reinhardt ist der neue Vorsitzende des Hartmannbundes.

© Ärztekammer Westfalen-Lippe

POTSDAM (eb/af). Dr. Klaus Reinhardt ist neuer Chef des Hartmannbundes. Er erhielt bei der Hauptversammlung in Potsdam 55 Ja-Stimmen zu fünf Nein-Stimmen und einer Enthaltung.

Außer Reinhardt hatte niemand Ansprüche auf das Amt angemeldet. Bei der Wahl zum Stellvertreter Reinhardts setzte sich der HB-Vorsitzende aus Baden-Württemberg Klaus Rinkel durch.

Reinhardt ist 51 Jahre alt, verheiratet und Vater von vier Kindern. Seit 1994 arbeitet er als niedergelassener Arzt in Bielefeld, zunächst in der Praxis seiner Eltern, die er seit 2002 gemeinsam mit einem hausärztlichen Internisten weiterführt.

Nachfolger von Professor Kuno Winn

Von Beginn seiner Selbstständigkeit an hat sich Reinhardt berufspolitisch engagiert. Er ist Vizepräsident der Ärztekammer Westfalen-Lippe und sitzt in der Vollversammlung der Kassenärztlichen Vereinigung des gleichen Bezirkes.

Reinhardt war bislang stellvertretender Verbandsvorsitzender. Er folgt auf Professor Kuno Winn, der nicht mehr für den Vorsitz kandidiert hatte.

"Politischer Überzeugungstäter"

Reinhardt bezeichnete sich in seiner Vorstellungsrede bei der HB-Hauptversammlung in Potsdam als „politischen Überzeugungstäter“, der von der Richtigkeit der Grundpositionen des Hartmannbundes überzeugt sei.

Das Programm des Hartmannbundes dürfe sich nicht in den Themen Freiberuflichkeit und Kostenerstattung erschöpfen, sagte Reinhardt.

Der Verband solle darüber hinaus eine konsistente, in die Zukunft gerichtete Systematik entwickeln, wie er sich die ärztliche Versorgung von morgen im Spannungsfeld der allgemeinen gesellschaftlichen Rahmenbedingungen vorstelle.

Mehr Selbstbewusstsein gefordert

Auf diesen Weg müsse der Hartmannbund die große Zahl seiner jungen Mitglieder mitnehmen und die vergleichsweise junge Mitgliedschaft im Wettbewerb mit anderen Ärzteverbänden nutzen.

Reinhardt forderte die Anwesenden zu mehr Selbstbewusstsein auf. Der Arztberuf sei hochangesehen und gewährleiste in der Mehrzahl der Fälle ein gutes Auskommen.

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