Ärzte Zeitung, 01.11.2011

Kommentar

Hoffen auf die Zeit nach 2013

Von Raimund Schmid

Selten hat der Hausärzteverband derart viele Rückschläge einstecken müssen wie im vergangenen Jahr. So mussten gleichzeitig die gesetzlichen Restriktionen für Hausarztverträge, die Blockade von Selektivverträgen durch vieler Kassen und der gescheitere Ausstiegsbeschluss der bayerischen Hausärzte bewältigt werden.

Das hat Spuren hinterlassen, wie bei der practica in Bad Orb deutlich wurde. Und ruhigere Fahrwasser sind nach den Attacken des bayerischen Ex- Hausärztechefs Hoppenthaler auch nicht in Sicht.

Auf mittlere Sicht sind die Perspektiven gleichwohl günstiger: Immer mehr Parteien, Politiker und einflussreiche Verbände unterstützen die Positionen des Hausärzteverbandes, der weniger den generellen Ärztemangel als vielmehr zu wenig Hausärzte als das zentrale Zukunftsproblem ansieht.

Im Hinblick auf die Bundestagswahl 2013 und die Aussicht auf neue attraktivere Verträge sind das nicht unbedingt die schlechtesten Voraussetzungen.

Lesen Sie dazu auch:
Verbandsspitze gibt Hausärzte-Chef Geis Rückendeckung

Topics
Schlagworte
Berufspolitik (16861)
Personen
Raimund Schmid (185)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Körperlich aktive Kinder werden seltener depressiv

Bewegen sich Kinder viel, entwickeln sie in den kommenden Jahren seltener depressive Symptome. Viel körperliche Aktivität könnte daher präventiv wirken. mehr »

Generelle Landarztquote ist vom Tisch

Der Masterplan Medizinstudium 2020 ist in trockenen Tüchern. Länder können, müssen aber keine Zulassungsquote für Landärzte in spe festlegen. mehr »

Star Trek und die Ethik der Medizin

Ärztliche Fortbildung sind immer dröge Veranstaltungen? Eine Veranstaltung in Frankfurt ist der medizinethischen Wertewelt von Raumschiff Enterprise auf den Grund gegangen - und zeigt, was Ärzte aus der Serie lernen können. mehr »