Ärzte Zeitung online, 31.10.2011

"Auch besonders qualifizierte Hausärzte nehmen teil"

NEU-ISENBURG (eb). Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) sieht Hausärzte in Selektivverträgen, die von der BVKJ-Service GmbH geschlossen wurden, nicht benachteiligt.

Alle an den Verträgen teilnehmenden Ärzte - Kinder- und Jugendärzte ebenso wie besonders qualifizierte Hausärzte - müssten eine Verwaltungsgebühr von 1,7 Prozent der aus den Verträgen erwirtschafteten Honorare an die Service GmbH des Verbands abführten, teilte BVKJ-Präsident Dr. Wolfram Hartmann der "Ärzte Zeitung" mit.

Gegenwärtig nähmen etwa 150 Hausärzte bundesweit an den Verträgen des BVKJ teil, die ergänzende Vorsorgeuntersuchungen umfassen.

Wenigstens 30 Kinderfrüherkennungs-Untersuchungen pro Quartal

"An vielen unserer Selektivverträge dürfen auch in Absprache mit den zuständigen KVen und den Krankenkassen Allgemeinärzte, wenn sie denn für die Versorgung von Kindern aufgrund unzumutbarer Entfernungen für die Eltern nachweislich versorgungsrelevant sind, teilnehmen", so Hartmann.

Dabei werde vorausgesetzt, dass die Hausärzte wenigstens 30 Kinderfrüherkennungs-Untersuchungen regelmäßig pro Quartal abrechnen und nachweisen, dass sie eine Mindestzahl an Fortbildungspunkten im Gebiet der Kinder- und Jugendmedizin erwerben.

Dr. Hartmann: Selektivverträge richten sich nicht gegen andere Ärzteverbände

Die pädiatrische Versorgung sei im übrigen auch in ländlichen Regionen wie beispielsweise in Ochtrup gewährleistet.

Die Selektivverträge, die der BVKJ mit Kassen schließe, richteten sich nicht gegen andere Ärzteverbände. Vielmehr arbeite der Verband in mehreren Verträgen "mit anderen Arztgruppen eng zusammen".

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