Ärzte Zeitung online, 05.11.2011

Kommt es zum Streik? Ringen um Tarife für Uniklinik-Ärzte geht weiter

BERLIN (dpa). Die Ärztegewerkschaft Marburger Bund und die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) wollen heute (Samstag) weiter versuchen, den ab dem 7. November geplanten Ärztestreik an Deutschlands Universitätskliniken noch abzuwenden.

In Berlin setzen beide Seiten ihre Tarifverhandlungen fort, die sie am 4. November überraschend wieder aufgenommen hatten. Fünf Stunden hatten die Mediziner und Länder um eine Lösung in letzter Minute gerungen - ohne zunächst zu einem Ergebnis zu kommen. Aus Verhandlungskreisen hatte es geheißen, ein Scheitern sei nicht ausgeschlossen.

Die Ärztegewerkschaft fordert tarifliche Verbesserungen für die 20.000 Ärzte an Unikliniken im Gesamtvolumen von 6,3 Prozent. Ohne Kompromiss sollen die 23 betroffenen Universitätskliniken von Montag an gleichzeitig voll bestreikt werden. Patienten sollen - außer bei Notfällen - von anderen Kliniken etwa in kommunaler oder kirchlicher Hand versorgt werden.

In den Ländern Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Hessen und Rheinland-Pfalz wird in jedem Fall nicht gestreikt. Diese Länder sind entweder nicht in der Tarifgemeinschaft, dort gibt es keine Unikliniken oder für die Kliniken gelten andere Tarifbedingungen.

Im Fall einer Grundsatzeinigung könnte die große Tarifkommission der Ärztegewerkschaft beschließen, den Streik auszusetzen.

Bei einer Urabstimmung der Klinikärzte-Gewerkschaft hatten 97,4 Prozent für einen Arbeitskampf votiert.

Topics
Schlagworte
Berufspolitik (17330)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Hohes Sterberisiko bei Ausbruch in der Adoleszenz

Wenn sich Typ-1-Diabetes in einem besonders vulnerablen Alter manifestiert, brauchen Betroffene viel Aufmerksamkeit. Sie haben ein hohes Risiko, an Komplikationen zu sterben. mehr »

100 Prozent Zustimmung

Die KBV-Vertreterversammlung präsentiert sich in neuer Einigkeit und richtet die Speere – wieder – nach außen. Klare Kante gegenüber dem Gesetzgeber und den Krankenhäusern. "Wir sind auf Kurs", meldete KBV-Chef Gassen. mehr »

Herz-Kreislauf-Risiko von Anfang an im Blick behalten!

Bei RA-Patienten sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen die wichtigste Todesursache. Die aktuellen Therapiealgorithmen zielen nicht zuletzt darauf ab, die Steroidexposition zu begrenzen. mehr »