Ärzte Zeitung, 06.12.2011

Sachsen-Anhalt will Ärzte mit Zuschüssen locken

MAGDEBURG (chb). Zuschüsse in diversen Höhen und Kategorien können Hausärzte sowie Allgemeinmediziner und Augenärzte in Weiterbildung in Sachsen-Anhalt erhalten.

Auf diese Weise will der Landesausschuss der Ärzte und Krankenkassen Anreize schaffen, um Ärzte in das medizinisch chronisch unterversorgte Bundesland zu locken. So konnten in den vergangenen Jahren nach Angaben der KV nur zwei Drittel der Hausarztsitze nachbesetzt werden. Diese Tendenz hält weiter an.

Praxisneugründungen und -übernahmen können künftig mit bis zu 60.000 Euro bezuschusst werden. Wer Ärzte anstellt, kann ebenfalls finanzielle Hilfen von 10.000 Euro bekommen.

Zieht ein Arzt nach Sachsen-Anhalt, um eine vertragsärztliche Tätigkeit aufzunehmen, kann er bis zu 10.000 Euro Umzugskostenbeihilfe erhalten.

Für Entlastungsassistenten oder persönliche Vertreter können bis zu 800 Euro im Monat allerdings maximal 4800 Euro gewährt werden.

Förderung in vielen Bereichen

Wer eine Nebenbetriebsstätte auf Ausschreibung der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen-Anhalt hin aufmacht, kann ebenfalls Finanzhilfen in Höhe von 15.000 Euro erhalten.

Weitere Elemente des Pakets: Ärzte in der Weiterbildung zum Facharzt für Allgemeinmedizin können zusätzlich zu den bereits gewährten Fördermitteln 1000 Euro erhalten.

Angehende Augenärzte können 3500 Euro bekommen. Diese Ärzte müssen sich allerdings verpflichten, mindestens drei Jahre nach Erreichen der Facharztqualifikation in Sachsen-Anhalt vertragsärztlich tätig zu sein.

In dieser Zeit müssen sie in einem Bereich mit zusätzlichem Versorgungsbedarf oder in einem unterversorgten Gebiet praktizieren.

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