Ärzte Zeitung online, 24.03.2012

Vertrauenswürdige Ärzte und Apotheker

NEU-ISENBURG (run). Feuerwehrleute, Krankenschwestern und Piloten sind die drei vertrauenswürdigsten Berufe in Deutschland - dicht gefolgt von Apothekern und Ärzten. Das ergab die aktuelle Reader's Digest Meinungsumfrage.

Das Spitzentrio aus Feuerwehr, Krankenschwestern und Piloten hat damit seine hohen Vertrauenswerte in Europas größter Verbraucherstudie, durchgeführt vom Magazin Reader's Digest gegenüber dem Vorjahr verteidigen können.

In Deutschland sprachen 95 Prozent der Befragten den Feuerwehrleuten ein "sehr hohes" beziehungsweise "ziemlich hohes" Vertrauen aus. Die Krankenschwestern folgten mit 92 Prozent, die Piloten mit 91 Prozent.

Apotheker und Ärzte erzielten immerhin einen Vertrauenswert von 87 beziehungsweise 84 Prozent. Auf den letzten Plätzen landeten hingegen Politiker, Autoverkäufer, Fußballspieler und Finanzberater.

Feuerwehrleute überall top

Bemerkenswert: Die Feuerwehrleute schafften es in allen 15 untersuchten Ländern, den höchsten Vertrauenswert zu erzielen. Auf Platz zwei in der Europawertung kamen die Piloten, die in Deutschland Platz drei belegten. Auch die medizinischen Berufe - Krankenschwestern, Apotheker und Ärzte - schafften es in nahezu allen europäischen Ländern in die vordersten Ränge; nur nicht in Russland.

Vertrauensverlust für Priester und Pfarrer in Deutschland

Der Vertrauensverlust von Deutschlands Priestern und Pfarrern setzte sich hingegen weiter fort, wenn auch mit verringerter Geschwindigkeit. Im Vergleich zum Vorjahr ging der Vertrauenswert um zwei Punkte auf nunmehr 37 Prozent zurück.

Ebenfalls bemerkenswert: Deutschlands Polizisten erzielten mit Platz 6 in der nationalen Wertung und übertrafen damit ihre europäischen Kollegen deutlich. Der Vertrauenswert der deutschen Polizisten in Höhe von 79 Prozent liegt nämlich ganze 20 Punkte über dem europäischen Durchschnitt.

Das Magazin ermittelte zum zwölften Mal die vertrauenswürdigsten Berufe und Marken in 15 Ländern Europas. Dazu wurden Leser von September bis Oktober vergangenen Jahres befragt und die Datenbasis von 27.467 Befragten in Europa - davon 7474 in Deutschland - ausgewertet. Die jährlich durchgeführte Studie ist derzeit die größte europaweite Verbraucheruntersuchung.

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