Ärzte Zeitung, 18.04.2012

Ärzte in Berlin und Athen gegen Marktliberalismus

BERLIN (ami). Die Ärztekammer Berlin (ÄKB) will sich gemeinsam mit der Ärztekammer von Athen für die Bewältigung der aktuellen Krise in den europäischen Gesundheitssystemen starkmachen.

Kammern in Berlin und Athen gegen "Marktliberalismus"

Sinnbild Krise: Die Akropolis in Athen.

© dpa

Das haben Vertreter der Athener Ärztekammer bei einem ersten Treffen mit Berliner Kammervertretern in Berlin vereinbart.

Die beiden Kammern haben eine engere Zusammenarbeit vereinbart, die nach Angaben der ÄKB vom Parlamentarischen Staatssekretär im Bundesministerium für Arbeit und Soziales Hans-Joachim Fuchtel (CDU) unterstützt wird.

"Die Ärzteschaft muss die Führungsrolle im Gesundheitswesen übernehmen und zum Wohle des Patienten definieren, was gute Medizin ist", so der Berliner Kammerpräsident Dr. Günther Jonitz anlässlich des vierstündigen Treffens mit den griechischen Kollegen in Berlin.

Er sieht in der aktuellen Krise der europäischen Gesundheitssysteme auch Chancen.

Eine klare Absage erteilte Jonitz aber dem fortschreitenden Marktliberalismus. "Wir wollen ein Gesundheitswesen und keine Gesundheitswirtschaft", so Jonitz und sein Amtskollege aus Athen Dr. George Patoulis.

Die beiden Hauptstadtkammern planen eine gemeinsame Resolution zur Bewältigung der Krise im Gesundheitswesen, an der sich nach Möglichkeit auch Ärztekammern anderer europäischer Hauptstädte beteiligen sollen.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

"Digitalisierung lässt sich nicht klein hoffen"

Die Digitalisierung lässt sich nicht aufhalten, die Ärzte sollten sich daher aktiv daran beteiligen, appellierte der Blogger Sascha Lobo auf dem Ärztetag. mehr »

Alle wichtigen Videos vom Ärztetag

Digitalisierung, Angst vor Veränderung, Wunschminister: Die Ärztezeitung fasst für Sie die wichtigen Themen des Ärztetags in kurzen Videos zusammen. mehr »

Massive Technik-Pannen behindern Ärztetag

Nicht einsehbare Anträge, verschobene Abstimmungen: Technische Probleme machen Delegierten und Journalisten gestern unmd heute auf dem Ärztetag arg zu schaffen. mehr »