Ärzte Zeitung, 27.06.2012

Heilmittelverbände prangern niedrige Honorare an

KÖLN (iss). Die Heilmittelerbringer warnen vor einer Gefährdung der qualitätsgesicherten Versorgung durch zu niedrige Honorare.

Sie setzen sich für ein Ende der Anbindung ihrer Vergütung an die Entwicklung der Grundlohnsumme ein.

Zur Unterstützung der Forderung hat die Bundesarbeitsgemeinschaft der Heilmittelverbände (BHV) mehr als 21.000 Unterschriften gesammelt, die sie dem Bundesgesundheitsministerium übergeben hat.

Der Anstieg der Grundlohnsumme sei in den Jahren 2002 bis 2011 deutlich hinter dem Kostenanstieg in den Praxen von Physiotherapeuten, Logopäden und Ergotherapeuten zurückgeblieben, heißt es in einer Erklärung der BHV.

Den höheren Ausgaben der Kassen für die Heilmittelversorgung stehe eine fast gleich große Zunahme zugelassener Praxen gegenüber.

"Die Ausgabensteigerung im Heilmittelbereich ist ganz überwiegend morbiditätsbedingt, das heißt, sie beruht auf einem Anstieg des Behandlungsbedarfs, der durch eine gestiegene Anzahl ärztlicher Verordnungen dokumentiert wird."

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Mehr Metastasen

Immer mehr Männer mit Prostatakrebs in den USA haben schon bei der Diagnose Metastasen. Ihr Anteil hat sich fast verdoppelt. Auch die Inzidenz solcher Tumoren nimmt zu. mehr »

Deutsches Defizit

Diabetes-Prävention, Strategien gegen Polypharmazie, digitale Versorgungsangebote: Neue Initiativen gibt es zuhauf. Doch Patienten müssen davon wissen. Genauo daran hapert es aber. mehr »

"Einfache Ersttherapie ist für fast alle Patienten möglich"

Die antiretrovirale Therapie ist bei neu diagnostizierter HIV-Infektion stets angezeigt, und zwar unabhängig vom Stadium der Infektion oder der Helferzellzahl. mehr »