Montag, 28. Juli 2014
Ärzte Zeitung, 22.01.2013

Diamorphin-Beschluss

Altpeter lobt erleichterte Behandlung

STUTTGART. Baden-Württembergs Gesundheitsministerin Katrin Altpeter hat die Erleichterungen bei der Behandlung von Suchtkranken mit Diamorphin begrüßt.

Sie zeigte sich erfreut, dass der Gemeinsame Bundesausschuss die Personalvorgaben reduziert hat. Bisher musste es in jeder Substitutionspraxis mindestens drei ärztliche Vollzeitstellen geben.

Altpeter hatte sich beim GBA für eine Senkung der Vorgaben stark gemacht. Sie forderte Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) auf, nun auch die Betäubungsmittel-Verschreibungsverordnung zu ändern.

Paragraf 5 Absatz 9a schreibt bisher die Injizierung des Diamorphins vor. Dies sei bei Langzeitabhängigen aber oft nicht möglich, da das Venensystem stark geschädigt sei.

Sie appellierte an Bahr, auch die orale Anwendung von Diamorphin zu ermöglichen. Ändern kann diese Verordnung nicht der GBA, sondern nur die Bundesregierung. (fst)

|

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Top-Meldungen

Welt-Hepatitis-Tag: Die HCV-Therapie wird revolutioniert

Erfreuliches zum Welt-Hepatitis-Tag am 28. Juli: Bei der Entwicklung von Arzneien gegen Hepatitis C gibt es eine Revolution. Die neuen Mittel können oral verabreicht werden, und die Therapie ist kürzer als die bisherige Standardbehandlung. mehr »

Primärprävention: Keine generelle Absage zu ASS mehr

ASS ist in der kardiovaskulären Primärprävention umstritten. Eine Arbeitsgruppe der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie (ESC) plädiert nun in einem Positionspapier für "individuelle Entscheidungen". mehr »

Ärztemangel: Thüringen gibt vorsichtig Entwarnung

Vor fünf Jahren wurde in Thüringen die "Stiftung zur Förderung der ambulanten Versorgung" gegründet. Inzwischen wurden 100 junge Ärzte gefördert - die Chancen stehen gut, dass sie künftig im Land arbeiten. mehr »