Ärzte Zeitung, 21.05.2013

Bremen

Psychotherapeuten lehnen Koordinierungsstelle ab

Eine zentrale Stelle behindere die freie Wahl eines Psychotherapeuten, sagt die Kammer.

BREMEN. Die Delegierten der Bremer Psychotherapeutenkammer (PKHB) lehnen die Vorschläge der Techniker Krankenkasse (TK) ab, eine Koordinierungsstelle für Patienten einzurichten, die eine ambulante Psychotherapie suchen.

"Den unmittelbaren Zugang zum Psychotherapeuten durch eine Koordinierungsstelle zu behindern, stellt die gesetzlich garantierte freie Wahl des Psychotherapeuten infrage und trägt nicht zur Verkürzung von Wartezeiten bei", so die Versammlung in einer Resolution. Derzeit müssen erwachsene Bremer Patienten im Schnitt 8,8 Wochen auf einen Therapieplatz warten. Die Delegierten forderten, die Wartezeit auf drei Wochen zu verkürzen.

Die TK hatte Ende April in einem Thesenpapier eine solche Koordinierungsstelle vorgeschlagen. Die PKHB warnt vor der darin vorgenommenen "Fehleinschätzung vermeintlich leichter psychiatrischer Erkrankungen".

Karl Heinz Schrömgens, Präsident der Bremer Psychotherapeutenkammer: "Die dort als Beleg genannten ‚Anpassungsstörungen‘ stellen Beschwerdebilder von Patienten dar, die infolge äußerer Belastungen mit sehr beeinträchtigenden seelischen Problemen zu kämpfen haben. " (cben)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

So schädlich fürs Herz wie Cholesterin

Depressionen steigern bei Männern das Risiko fürs Herz ähnlich stark wie hohe Cholesterinwerte oder Fettleibigkeit. Das ergab eine aktuelle Analyse der KORA-Studie. mehr »

Den Berg im eigenen Tempo erklimmen

Medizinstudentin Solveig Mosthaf fühlt sich im Studium manchmal, als würde sie einen steilen Berg hinauf kraxeln. Sie wünscht sich mehr Planungsfreiheit – und die Möglichkeit, eigene Wege zu gehen. mehr »

Positive HPV-Serologie bringt bessere Prognose

Bei Patienten mit Kopf-Hals-Tumor ist eine positive HPV-16-Serologie mit einem verbesserten Überleben assoziiert. Das bestätigt jetzt eine US-Studie. Demnach liegt die Wahrscheinlichkeit für ein Fünf-Jahres-Überleben sogar 67 Prozent höher. mehr »